Ermittlungen wegen illegaler Leerverkäufe:
Investoren profitieren von "short-sellings"

Negative Gerüchte über Unternehmen gestreut Neue Regelungen gegen Missbrauch in Planung

US-Behörden ermitteln wegen des Verdachts auf illegale Spekulationsgeschäfte im Zuge der US-Finanzkrise. Dabei sollen Investoren negative Gerüchte über Unternehmen gestreut haben und anschließend durch sogenannte Leerverkäufe ("short-sellings") von den fallenden Kursen der Firmen profitiert haben.

Sein Büro habe den Verdacht, dass es beim Einbruch der Kurse der Investmentbank Lehman Brothers und des Versicherers AIG zu entsprechenden Absprachen gekommen sei, sagte New Yorks Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo. Auch die Kurseinbrüche der Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs könnten so forciert worden sein.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat angesichts der Turbulenzen am Finanzmarkt neue Regelungen gegen den Missbrauch mit ungedeckten Leerverkäufen beschlossen. Bei einem ungedeckten Leerverkauf veräußern Investoren Aktien, die sich nicht besitzen und noch nicht einmal ausgeliehen haben. Sie spekulieren damit auf fallende Kurse und können so den Abwärtstrend einer Aktie dramatisch beschleunigen.

(apa/red)