Ermittlungen von

Ibiza-Affäre: Drei
Verdächtige weiter in Verwahrungshaft

Strache video © Bild: APA/Süddeutsche Zeitung/screenshot

In der Causa Ibiza sind am Dienstag neuerlich Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten in Österreich durchgeführt worden.

Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte auf Anfrage der APA einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Österreich". Nähere Details konnte die Sprecherin mit Verweis darauf, dass es sich um eine Verschlusssache handelt, nicht bekannt geben.

Auch die Internetplattform "EU-Infothek" berichtete am Dienstag von den Hausdurchsuchungen der SOKO Ibiza. Sie sollen demnach bei Personen stattgefunden haben, welche zum Teil dem "engeren Kreis" eines an der Affäre beteiligten Detektivs zuzurechnen sind. Laut "Österreich" soll es sich um insgesamt drei Hausdurchsuchungen handeln, die in Wien und in einem anderen Bundesland stattgefunden haben.

Auch "mehrere Festnahmen"

Laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Nina Bussek, ist es in der Ibiza-Affäre am Dienstag auch zu "mehreren Festnahmen" gekommen. Die Sprecherin bestätigte entsprechende Medienberichte. Derzeit laufen offenbar Einvernahmen der Betroffenen im Bundeskriminalamt. Details zu den Festgenommenen nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Drei Verdächtige weiter in Verwahrungshaft

Nach Razzien und Festnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen zum Ibiza-Video, das die türkis-blaue Regierung gesprengt hatte, haben sich am Mittwoch drei Verdächtige weiter in Verwahrungshaft befunden. Über eine etwaige Untersuchungshaft des Trios muss spätestens morgen, Donnerstag, entschieden werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien der APA.

Details zu den Ermittlungen gibt es keine, da es sich um einen Verschlussakt handelt. Unter anderem bestehe aber der Verdacht der Nötigung, gefährlichen Drohung, Urkundenfälschungen und Erpressung.

Tags zuvor waren auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien drei Razzien durchgeführt worden. Zwei davon in Wien, eine offenbar in Salzburg. Dabei kam es zu mehreren Festnahmen. Die Verdächtigen dürften laut Medienberichten aus dem Umfeld des involvierten Privatdetektivs stammen, der eine Schlüsselrolle beim Ibiza-Video gespielt haben soll und als Begleiter der vermeintlichen Oligarchen-Nichte auftrat. Unter den Verdächtigen sollen sich etwa der Geschäftsführer einer Consulting-Firma sowie dessen Mitarbeiterin - die Ex-Freundin des Detektivs - befinden.

»Mindestens 400.000 Euro von Strache«

Zudem sollen zwei der Festgenommenen, ein 39-jähriger Österreicher und ein 52-jähriger Serbe, in Salzburg wohnhaft sein. Ihnen wird zur Last gelegt, die im Video als Oligarchin auftretende Frau rekrutiert und eingeschult sowie Urkunden gefälscht zu haben.

Laut der Festnahmeanordnung, aus der einige Medien zitierten, soll der bereits bekannte involvierte Detektiv einen Komplizen aufgefordert haben, "mindestens 400.000 Euro" von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache für das gesamte Material zu verlangen. Zudem sollen die Männer die Filmaufnahmen in der Villa auf Ibiza organisiert und durchgeführt haben, um anschließend "potenzielle (Kauf-) Interessenten für die Aufnahmen vom 24. 7. 2017 zu suchen".

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