Hatschi? von

Wie lange ist eine
Erkältung ansteckend?

Wann ist die Gefahr am größten? Und wann ist sie definitiv gebannt?

Eine Frau mit Fieberthermometer im Mund und einem Heferl in der Hand © Bild: Shutterstock.com

"Kein Problem, ich bin eh schon fast wieder gesund", krächzt die Freundin, während sie Ihnen zur Begrüßung schniefend einen Kuss auf die Wange drückt. Ist nicht ihr Ernst, oder? Aber jetzt mal Klartext: Wie lange ist man mit einer Erkältung wirklich ansteckend? Wann ist die Gefahr gebannt und wie hoch ist das Übertragungsrisiko eigentlich während der Inkubationszeit?

Kommt ganz darauf an, welche Viren der (Über)Träger aufgegabelt hat, erklärt der Virologe Thomas Mertens gegenüber "stern.de". Manche bergen ein höheres Infektionsrisiko, andere ein niedrigeres. Manche sorgen für eine längere Übertragungsdauer, andere für eine kürzere. In der Regel aber gilt: Je deutlicher sich die Symptome zeigen, desto größer die Ansteckungsgefahr.

Und für alle, die es ganz genau wissen wollen: Die Ansteckungsgefahr ist vom zweiten bis zum fünften Tag nach der Infektion am höchsten. Tag zwei ist für gewöhnlich auch jener, an dem die Symptome einsetzen, wobei ein bis zwei Tage nach Symptombeginn die meisten Viren ausgeschieden werden, womit schließlich auch die Ansteckungsgefahr ihren Höhepunkt erreicht.

Dagegen ist die Gefahr, sich während der symptomlosen Inkubationszeit anzustecken, relativ gering. Dasselbe gilt für die Phase, während der die Beschwerden schon wieder im Abklingen sind. Gering, aber nicht gleich null. Denn ein Restrisiko besteht sowohl vor dem Ausbruch der Symptome als auch nach Abklingen derselben. Wer demnach auf Nummer sicher gehen will, für den gilt: Abstand halten und regelmäßig Hände waschen.

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