Erich Rebasso von

Lösegeld gefordert

Polizei: Unbekannte wollten bereits in ersten Tagen Geld - Spur führte ins Leere

Erich Rebasso - Lösegeld gefordert

Im Fall des entführten Wiener Anwalts Erich Rebasso soll nun nach Medienberichten eine Lösegeldforderung von 500.000 Euro eingegangen sein. Die Polizei dementiert allerdings den Zeitpunkt. "Es hat bereits in den ersten Tagen nach der Entführung eine Lösegeldforderung gegeben", teilt Polizeisprecher Roman Hahslinger gegenüber NEWS.AT mit.

Diese Forderung habe die Polizei jedoch nicht auf die Spur von Erich Rebasso geführt. Eine neue Forderung sei nicht eingegangen, so Hahslinger. Die Summe der damaligen Forderung stimme nicht mit der jetzt genannten überein. Diese Art der Berichterstattung gefährde das Leben des entführten Anwalts, erklärte der Polizeisprecher die Geheimhaltung.

Laut der Tageszeitung "Österreich" sollen sich die unbekannten Täter jetzt bei der Familie des Anwalts gemeldet haben. Bisher sei noch kein Geld bezahlt worden. Die Familie wolle sich zuerst durch spezifische Fragen an die Entführer Gewissheit darüber verschaffen, ob der Jurist noch am Leben ist, so die Zeitung. Nach dem Bericht seien auch die beiden Täter mittlerweile von der Polizei anhand von Überwachungsvideos und Zeugenaussagen identifiziert worden.

Anwalt aus Tiefgarage entführt
Erich Rebasso ist am 27. Juli 2012 aus der Tiefgarage am Georg-Coch-Platz in der Wiener Innenstadt entführt worden. Dort war der Mercedes-Geländewagen des Anwalts abgestellt. Die Ermittler fanden später in der Garage, an Rebassos Mercedes und im Kofferraum des Mietautos der Täter Blutspuren, die vom Entführten stammen. Dazu konnte die Polizei noch dutzende weitere genetische Spuren sicherstellen. Die Identität der Täter ist noch immer unbekannt. Und auch von dem Anwalt gibt es bisher kein Lebenszeichen.

Im NEWS-Interview sagt der Vater von Erich Rebasso : "Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Und ja, ich bin bereit, mit seinen Entführern zu verhandeln." Er bestätigte auch, dass "es dubiose Figuren gibt, die aus dem Leid meiner Familie Kapital schlagen wollen."

Kommentare

Wo ist der Sinn? Wenn es ein Racheakt beleidigter Russengangster ist, würde eine Entführung samt Lösegeldforderung eher wenig Sinn machen.

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