Erfreuliche Bilanz: Im ersten Halbjahr 2006 weniger Unfälle & Opfer auf unseren Straßen

Unfälle mit 17.031 um neun Prozent rückläufig Zahl der Verletzten minus acht, bei Toten minus 16%

Auf Österreichs Straßen ereigneten sich im ersten Halbjahr 2006 weniger Unfälle und es gab weniger Verletzte und Tote als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit setzt sich ein seit langem beobachteter Rückgang fort. Dies geht aus den Daten von Statistik Austria und des Kuratoriums für Verkehrssicherheit hervor.

In der ersten Jahreshälfte 2006 registrierte die Exekutive insgesamt 17.031 Unfälle - um neun Prozent weniger als im Vergleichzeitraum des Jahres 2005. Die Anzahl der Verletzten (22.345 in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006) ging um acht Prozent zurück. 329 Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2005 stehen 277 Opfer - also 16 Prozent weniger - im gleichen Zeitraum des Jahres 2006 gegenüber.

Kärnten verzeichnet als einziges Bundesland einen Anstieg bei den getöteten Verkehrsteilnehmern (plus 75 Prozent). In der Steiermark (minus 30 Prozent) und in Oberösterreich (minus 22 Prozent) gab es hingegen die größten Rückgänge.

Die Anzahl der getöteten Kinder (fünf) ging um 46 Prozent zurück. Um ein Drittel mehr tödliche Unfälle ereigneten sich jedoch auf Autobahnen, obwohl die Anzahl der Zwischenfälle und der Verletzten geringer war als im ersten Halbjahr 2005. Bei besonders vielen Karambolagen mit tödlichem Ausgang waren Lkw beteiligt: Etwa jeder sechste Verkehrstote (18 Prozent) war im ersten Halbjahr 2006 Opfer eines Unfalls mit einem schweren Lkw. 2005 lag der Anteil bei 13 Prozent.

Gorbach erfreut über Zahlen
"Die aktuelle Halbjahresbilanz der Unfallstatistik beweist eindrucksvoll die Wirksamkeit unserer Verkehrspolitik der letzten sechs Jahre. Vormerksystem, Licht am Tag, Alkoholvortestgeräte, Kampagnen wie 'Gurte retten Leben' und 'Don't drink and drive', der Mehrphasenführerschein, die Verkehrstelematik und auch Rekordinvestitionen in die Verbesserung des Straßennetzes haben zu 16 Prozent weniger Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2006 geführt - also 52 gerettete Leben", stellte Verkehrsminister Hubert Gorbach (BZÖ) in einer Aussendung.

Gorbach weiter: "Bei den Führerscheinneulingen, bei denen wir erstmals Mehrphasenführerschein, L17 und bewusstseinsbildende Maßnahmen eingesetzt haben, ist der Rückgang bei 30 Prozent. Und zu guter Letzt haben wir bei getöteten Kindern, und hierbei darf ich an die Kampagne 'Gurte retten Leben' erinnern, die die Kindersicherung im Fahrzeug im Auge hat, ein Minus von sogar 46 Prozent." Wahrscheinlich werde auch die Ganzjahresstatistik positiv ausfallen.
(apa)