Erfolg in Gällivare: Erster Weltcup-Sieg für Biathlon-Ausnahme-Athlet Björndalen

Jubel: "Habe mich noch nie so gut in Form gefühlt"

Ole Einar Björndalen hat seiner Karriere als Ausnahme-Athlet am Samstag ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Der norwegische Biathlon-Star gewann in Gällivare sein erstes Weltcup-Rennen bei den Spezial-Langläufern. Der 32-Jährige Fünffach-Olympiasieger im Biathlon setzte sich über 15 Kilometer Skating deutlich vor seinem Landsmann Tore Ruud Hofstad (+23,3 Sek.) und dem Deutschen Franz Göring (+30,2) durch.

Christian Hoffmann belegte als bester Österreicher 1:13 Minuten hinter Björndalen Rang 21. Der Olympiasieger von 2002 in Salt Lake City lief den ersten Langdistanz-Bewerb der laufenden Saison in Schweden allerdings aus dem Training heraus. Landsmann Jürgen Pinter kam auf Rang 37, der Olympia-Dritte Michail Botwinow (81.) landete ebenso wie Martin Tauber (91.) im geschlagenen Feld.

Die Geschichte des Tages schrieb aber ohnehin Björndalen. Im Biathlon-Weltcup ist der Norweger mit 63 Einzelsiegen unangefochtener Rekordhalter, nun schlug er auch erstmals bei den Langläufern zu. Das beste Weltcup-Ergebnis des Ausnahme-Athleten bei den Langläufern war bis dato Platz zwei im Jänner 2001 in der Ramsau gewesen.

"Ich habe mich noch nie so gut in Form gefühlt", versicherte Björndalen, der seit 2003 in Obertilliach in Osttirol lebt und trainiert. Der Biathlon-Weltcup, den der Norweger bereits viermal gewonnen hat, beginnt in zwei Wochen in Östersund. "Darauf liegt auch mein Hauptaugenmerk. Ich weiß auch noch nicht, ob ich bei der nordischen WM in Sapporo im Langlauf starte", erklärte Björndalen. In seinem Landsmann Lars Berger auf Rang fünf landete ein weiterer Athlet aus dem Lager der Skijäger in Gällivare im Spitzenfeld.

Bei den Damen gewann die Tschechin Katerina Neumannova über 10 Kilometer klar vor Olympiasiegerin Kristina Smigun aus Estland und der norwegischen Weltcup-Gesamtsiegerin Marit Björgen. Björgen, die den Auftakt-Sprint in Düsseldorf für sich entschieden hatte, verteidigte damit ihre Führung im Gesamt-Weltcup. Die Österreicherin Katerina Smutna belegte mit mehr als zwei Minuten Rückstand Rang 46.(APA/red)