Erfolg für Finanzminister Josef Pröll: Griechenland-Hilfe auf Jänner verschoben

Vorgaben für Budgetkonsolidierung nicht erfüllt Dezember-Tranche wird erst im Jänner ausbezahlt

Erfolg für Finanzminister Josef Pröll: Griechenland-Hilfe auf Jänner verschoben © Bild: APA/Schlager

Erfolg für Finanzminister Pröll: Die nächste Tranche der Euro-Länder für Griechenland, die im Dezember fällig gewesen wäre, wird auf Jänner verschoben. Das sei in der Euro-Gruppe so besprochen worden, sagte Pröll vor dem Beginn des Treffens der EU-Finanzminister (Ecofin) in Brüssel.

Pröll hatte bereits am Dienstag in Wien nach dem Ministerrat betont, dass es von Österreich für die Dezember-Tranche in Höhe von 190 Mio. Euro keine automatische Weitergabe gebe. Als Grund nannte Pröll, dass Griechenland die einnahmenseitigen Vorgaben nicht erfüllt habe. "Wir warten jetzt auf Datenmaterial aus Griechenland, aber da schaut es jetzt auch wesentlich besser aus", sagte Pröll.

Um Griechenland vor der Pleite zu retten, hatte die EU im Mai ein Hilfspaket für Griechenland vereinbart, das einen Gesamtrahmen von 110 Mrd. Euro aufweist. Davon trägt der IWF 30 Mrd. Euro bei, von den Ländern der Euro-Zone kommen die restlichen 80 Mrd. Euro. Der Anteil Deutschlands als größter Geldgeber beträgt 22,4 Mrd. Euro. Der Gesamtbeitrag Österreichs beläuft sich auf rund 2,3 Mrd. Euro.

Bisher hat Österreich 600 Mio. Euro an Griechenland-Hilfe geleistet. Die erste Zahlung innerhalb des 20 Mrd.-Pakets betrug 450 Mio. Euro, die zweite im Rahmen der 9-Mrd.-Tranche auf 150 Mio. Euro. Nun waren für Dezember 190 Mio. Euro in Aussicht gestellt, diese Zahlung wird nun auf Jänner verschoben.

(apa/red)