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Erdogan kündigt bei Waffenruhe
Hilfslieferungen für Aleppo an

Türkische Offensive gegen IS wird aber fortgesetzt

Die Türkei will nach eigenen Angaben mehr als 30 Lastwagen mit Hilfsgütern nach Syrien schicken. Sobald die für den Abend vereinbarte Waffenruhe greife, würden die Vereinten Nationen und die türkische Hilfsorganisation Roter Halbmond Lebensmittel, Kinderkleidung und Spielzeug vor allem nach Aleppo bringen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag in Istanbul.

Der Rote Halbmond werde zudem versuchen, die Grenzorte Jarablus und Al-Rai zu erreichen, so Erdogan nach Gebeten zum islamischen Opferfest. Wenn die 48-stündige Waffenruhe halte, könne sie verlängert werden. Ziel sei ein "Frieden erster Klasse". Die türkische Offensive gegen den Islamischen Staat (IS) im Norden Syriens werde aber fortgesetzt.

Die USA und Russland hatten sich am Samstag nach zähen Verhandlungen geeinigt, dass die Waffen in Syrien von Montagabend an schweigen sollen. Davon ausgenommen sind einige Islamisten-Milizen. Mit Spannung wurde erwartet, ob die Regierungen in Washington und Moskau die Waffenruhe bei ihren jeweiligen Verbündeten tatsächlich durchsetzen können. Russland steht hinter dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, die USA unterstützen gemäßigte Rebellen. Bisher waren sämtliche Anläufe weitgehend gescheitert, die Kämpfe zu stoppen und die notleidende Bevölkerung mit Hilfsgütern zu versorgen.

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