Erdbeben erschüttert Teile Norditaliens: Menschen liefen in Panik auf die Straßen

Strom- und Telefonnetze sind teilweise ausgefallen Vermutlich wurde bei den Erststößen niemand verletzt

Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der nach oben obenen Richterskala ist in mehreren norditalienischen Regionen registriert worden. Das Epizentrum lag ersten Angaben zufolge am Apennin in der Nähe der norditalienischen Stadt Parma in einer Tiefe von sechs Kilometern. Der stärkste Erdstoß dauerte ca. fünf Sekunden lang. Nachbeben sind wahrscheinlich. Meldungen über Verletzte gab es zunächst aber keine.

Die Erdstöße wurden in den Regionen Lombardei, Ligurien und Emilia Romana, Toskana, Trentino-Südtirol, Piemont und Friaul verspürt. In Mailand sowie in der lombardischen Stadt Como liefen die Menschen in Angst auf die Straßen. In Mailand wurde die Rettung über zahlreiche Anrufe alarmiert. Größere Schäden wurden vorerst nicht gemeldet.

Der italienische Zivilschutz überprüfte allerdings mögliche Schäden nach dem Erdbeben. Der Erdbeben-Experte Enzo Boschi sprach von einem starken, aber nicht zerstörerischen Beben. In einigen Gebieten Norditaliens wurden Unterbrechungen von Stromleitungen gemeldet.

Wegen des Erdbebens wurden die Bahnverbindungen auf der Strecke Mailand-Bologna und Mailand-Verona vorsichtshalber unterbrochen. Die Erderschütterungen seien mit dem Epitzentrum in sechs Kilometern Tiefe ein oberflächliches Beben gewesen. Die Erdstöße wurden von Genua in Ligurien über Mailand und Florenz in der Toskana bis nach Venedig im Osten wahrgenommen. In Parma, nahe dem Epizentrum, spürten Bewohner zwei starke Stöße, es fielen teilweise Telefonnetze aus.

(apa/red)