Erdbeben der Stärke 5,1: Zahlreiche
Tote und Verletzte im Südwesten von China

Taifun "Bilis" kostete 530 Menschen das Leben

Bei einem Erdbeben im Südwesten Chinas sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert weitere seien bei dem Beben der Stärke 5,1 auf der Richterskala am Samstag verletzt worden, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. In der Provinz Yunnan wurden Rundfunkberichten zufolge mehr als 6.000 Häuser zerstört, tausende weitere drohten einzustürzen.

In 13 Gemeinden seien zehntausende Gebäude beschädigt worden. Das Epizentrum des Bebens lag in der Bergregion Yanjin, wo sich den Angaben zufolge Tonnen von Steinen und Geröll von den Hängen lösten. In der Region leben rund 350.000 Menschen.

Die örtlichen Behörden schickten Geld, Zelte und Decken in die betroffenen Gebiete. Hunderte Arbeitskräfte beteiligten sich an den Rettungsarbeiten. Am Samstag reiste eine Spezialeinheit in das Erdbebengebiet. Sie solle das Ausmaß der Schäden bestimmen und die "soziale Ordnung aufrechterhalten", hieß es.

Taifun "Bilis" fordert 530 Menschenleben
Mehr als eine Woche nach dem Tropensturm "Bilis" in China ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen: Bis Sonntag wurden 530 Tote gezählt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

In Japan forderten die Behörden nach tagelangen heftigen Regenfällen rund 100.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Unwetter kosteten nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo seit vergangenem Montag mindestens 24 Menschen das Leben und lösten am Wochenende erneut Schlammlawinen und Überschwemmungen aus.

Allein in der Präfektur Kagoshima auf der japanischen Insel Kyushu wurden nach Angaben eines Behördensprechers rund 66.000 Menschen zur Evakuierung aufgerufen. Weitere 33.000 sollten ihre Häuser in der Präfektur Kumamoto verlassen. Der seit einer Woche andauernde Regen hat landesweit Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst.

Von "Bilis" am schwersten betroffen war die chinesische Provinz Hunan, wo laut Xinhua 346 Menschen ums Leben kamen. 89 weitere wurden dort noch vermisst. Aus der Provinz Guangdong wurden 43 weitere Opfer und damit mehr als 100 Tote gemeldet, wie Xinhua am Samstag berichtete. (apa/red)