Erdbeben im Iran von

Mindestens 250 Todesopfer

16.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht - Sechs Dörfer völlig zerstört

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    Ein schweres Erdbeben hat den Nordwesten des Irans erschüttert. Zahlreiche Menschen sind ums Leben gekommen.

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    Hunderte Menschen wurden bei dem Beben verletzt.

Ein schweres Erdbeben hat den Nordwesten des Irans erschüttert. Mindestens 250 Menschen sind dabei nach Angaben des iranischen Senders Press TV ums Leben gekommen. Zudem seien mehr als 2.000 Menschen verletzt worden. Laut dem Sender hat es mehr als 20 Nachbeben gegeben. 16.000 Menschen wurden inzwischen in Notunterkünften untergebracht.

Die Rettungsmannschaften suchten auch in der Nacht noch verzweifelt nach Überlebenden. Medienberichten zufolge wurden sechs Dörfer nahezu völlig zerstört, in rund 60 Dörfern seien mehr als 50 Prozent der Häuser beschädigt. Der Chef der Hilfsorganisation Roter Halbmond, Mahmoud Mosafar, sagte der Agentur Mehr, zu mehreren Dörfern gebe es keinen Zugang.

Beben erreichte Stärke 6,2
Dutzende Verletzte starben in den Spitälern der Millionenstadt Tabriz in der nordwestlichen Provinz Ost-Aserbaidschan. Dem seismologischen Institut der Universität Teheran zufolge hatte das Hauptbeben, das sich um 14.23 Uhr mitteleuropäischer Zeit ereignete, eine Stärke von 6,2. Nur elf Minuten nach dem ersten Beben ereignete sich demnach ein Nachbeben mit einer Stärke von 6,0. Das Epizentrum des Erdbebens lag den Angaben zufolge etwa 60 Kilometer von Tabriz entfernt.

Der US-Bebenwarte zufolge hatten die beiden Erdstöße am Samstag in der Nähe der Millionenstadt sogar eine Stärke von 6,4 beziehungsweise 6,3. Die geologischen Verwerfungen ereigneten sich demnach in fast zehn Kilometern Tiefe. Ihnen folgten mindestens 40 Nachbeben.

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen in der Stadt Bam im Südosten des Landes mehr als 25.000 Menschen ums Leben. Bei einem Erbeben im Nordosten Irans wurden erst im Jänner mehr als hundert Menschen verletzt.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

Zum Nachdenken... Na da kann Israel mal Lebensmittel und humanitäre Hilfseinsätze leiten... das wäre doch auch mal was um ein RICHTIGES Zeichen zu setzen...nicht ständiges Säbelrassen!!

Heisst es anderswo: "kaum Wasser in den Katastrophengebieten"
Immerhin steckt man Milliarden in die Rüstung anstatt in die Infrastruktur und bedroht noch seine Nachbarn.
Dümmer gehts wohl kaum.

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