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Erdbeben in Taiwan - Retter suchen noch acht Vermisste

Zahl der Opfer auf mindestens neun gestiegen

Nach dem schweren Erdbeben in der taiwanischen Stadt Hualien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens neun gestiegen. Die Leichen einer Frau und eines Mannes wurden am Donnerstag aus den Trümmern des "Yunmen Cuiti Building" geborgen, auf das sich die Rettungsarbeiten konzentrierten.

Das zwölfstöckige Wohnhaus geriet nach dem Beben in der Nacht auf Mittwoch in gefährliche Schieflage, weil die untersten Etagen eingestürzt waren. Retter versuchten am Donnerstag, das Gebäude mit weiteren Stahlträgern zu stützen. Acht Menschen wurden noch vermisst. Sieben von ihnen, eine chinesische Familie und ein Paar aus Kanada, waren in einem Hotel im unteren Teil des Gebäudes untergebracht. Außerdem wurde eine 28 Jahre alte Haushaltshelferin von den Philippinen vermisst, die in dem Hochhaus arbeitete.

Wegen kleiner Nachbeben mussten die Retter immer wieder Pausen einlegen. Das Beben der Stärke 6,0 hatte an der Ostküste große Schäden verursacht. Mindestens 270 Menschen wurden verletzt. In Taiwan bebt immer wieder die Erde, weil vor der Insel zwei tektonische Platten aufeinandertreffen.

Bei einem Erdstoß der Stärke 6,4 waren im Februar 2016 in Taiwan 115 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Hochhäuser waren eingestürzt. Die Behörden machten Pfusch am Bau und nicht eingehaltene Vorschriften zum Erdbebenschutz mitverantwortlich. Ein Beben der Stärke 7,3 erschütterte Taiwan im September 1999. Damals starben dort mehr als 2.400 Menschen.

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