Fakten von

Erdbeben in Italien: Leiche aus Trümmern von Hotel geborgen

Obdachlose sollen in Holzbungalows untergebracht werden

Die Leiche einer Frau ist aus den Trümmern des eingestürzten Hotels Roma in Amatrice, dem Epizentrum des schweren Erdbebens in Mittelitalien, geborgen worden. Die Frau starb unter den Trümmern in einem Zimmer im ersten Stock des Hotels. Damit stieg die Opferzahl der Katastrophe auf 291.

Zwei weitere Personen wurden unter den Trümmern lokalisiert. Die Bergung gestaltet sich jedoch schwierig, wie italienische Medien berichteten. Weitere Personen werden in Amatrice noch vermisst.

Die italienische Regierung versprach, dass in einem Monat alle Obdachlosen eine Unterkunft haben werden. Die Obdachlosen sollen in Holzbungalows untergebracht werden. Niemand solle länger als vier Wochen in den Zeltlagern übernachten müssen, verlautete aus Regierungskreisen. Im kommenden Frühjahr soll mit dem Wiederaufbau der betroffenen Gemeinden begonnen werden. Das Kabinett versprach Finanzierungen in Höhe von drei Milliarden Euro pro Jahr, um die Anpassung der Immobilien in Italien an modernste antiseismische Standards zu fördern.

Premier Matteo Renzi nahm Kontakt zum Stararchitekten Renzo Piano auf, der als Senator auf Lebenszeit im italienischen Parlament sitzt. Piano soll der Regierung beim Wiederaufbau des Erdbebengebiets mit Ratschlägen zur Seite stehen. Im Laufe der Woche soll ein Regierungskommissar für den Wiederaufbau ernannt werden.

"Erstmals in der Geschichte werden wir neue Häuser neben den eingestürzten Immobilien bauen. Wir wollen, dass unsere Gemeinde nicht ihre Identität verliert", betonte der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi. Wichtig sei der Wiederaufbau der Kirche des Heiligen Augustin, der Basilika und des Rathausturms, des Wahrzeichens der Kleinstadt am Apennin.

Kommentare