"Er hat es verdient": Tausende Iraker verteidigen Hinrichtung von Saddam Hussein

Demonstranten: "Beginn neuer Phase der Stabilität" Kein Verständnis für Kritik einiger arabischer Staaten

In der irakischen Stadt Hilla sind Tausende von Demonstranten auf die Straße gegangen, um die international kritisierte Hinrichtung von Ex-Machthaber Saddam Hussein zu verteidigen. "Er hat bekommen, was er verdient hat", skandierten die Teilnehmer des Protestzuges, der von der Verwaltung der südlich von Bagdad gelegenen Provinz Babylon organisiert worden war. Der Tod des früheren Diktators am Galgen sei "der Beginn einer neuen Phase der Stabilität" stand nach Angaben von Augenzeugen auf ihren Transparenten.

Es sei unverständlich, weshalb mehrere arabische Staaten die Exekution Saddams zu Beginn des islamischen Opferfestes kritisiert hätten, sagten die Demonstranten. Saddam war am 30. Dezember gehängt worden. Anschließend tauchten im Fernsehen neben einem offiziellen stummen Video auch mit der Kamera eines Handys aufgenommene Bilder mit Ton auf. Auf der Handyaufzeichnung war zu hören, wie Saddam in seinen letzten Minuten beschimpft wird. Diese Aufnahme zeigte zudem auch die Hinrichtung selbst. (apa/red)