EPO, THG & Co: Die Doping-Jagd

Sündern mit High Tech auf der Spur

EPO, THG & Co: Die Doping-Jagd

Olympia in Turin zeigt: Das Netz um Dopingsünder wird immer enger geknüpft. Wie die Wissenschaft verbotenen Substanzen und Methoden auf die Schliche kommt. Und: Kommt bald das Gendoping? Die Jagd nach den verbotenen Mitteln ist inzwischen eine eigene Wissenschaft.

Die Carabinieri kamen überfallsartig. Mit Blaulicht und Signalhorn umstellten sie das Quartier der österreichischen Langläufer und Biathleten, durchsuchten diese wie Schwerverbrecher, hielten sie über fünf Stunden lang fest und brachten sie schließlich zur Dopingkontrolle nach Sestriere. An andere Olympia-Sportler pirschten sich die Kontrolleure heran, getarnt als Fans und Journalisten, bevor sie ihnen den Ausweis unter die Nase hielten und sie zum Wasserlassen aufforderten.

Die Vorkommnisse in Athen 2004 waren den Dopingfahndern eine Lehre: Nicht noch einmal sollte ihnen ein womöglich Gedopter in letzter Sekunde durchs Netz schlüpfen, wie die beiden griechischen Olympia-Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou, die sich durch eine spektakuläre Flucht der Kontrolle entzogen. Dass die Fahnder damit für mehr Aufsehen sorgen als die Sünder selbst, mag ein weiteres (vorbeugendes) Mittel im Kampf gegen Doping sein oder aber Zeugnis der Frustration, immer einen Schritt hinterherzuhinken.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS!
PLUS: EPO-Doping: Ein Körperhormon wird simuliert