Entwarnung in Südafrika: Hochhausbrand in Durban nach langem Bangen im Griff

Rund 70 Menschen mit Helikopter vom Dach geborgen Möglicherweise hat Kurzschluss zu Feuer geführt

Nach stundenlangem Kampf gegen die Flammen hat die Feuerwehr einen Großbrand in einem Hochhaus der südafrikanischen Hafenstadt Durban unter Kontrolle gebracht. Dutzende Bewohner des 32-stöckigen Gebäudes, denen das Feuer in der zehnten Etage eine Flucht nach unten unmöglich machte, wurden per Hubschrauber in Sicherheit gebracht. Nach offiziell zunächst noch unbestätigten Berichten gab es mehrere Verletzte - die meisten davon erlitten Rauchvergiftungen. Unter ihnen sollen sich auch mindestens fünf Feuerwehrleute befinden.

Die weithin sichtbaren Flammen verwüsteten in der nahe dem Indischen Ozean gelegenen Appartementanlage mindestens vier der 32 Etagen. Die Löscharbeiten wurden auch durch die Helikopter behindert, die bei der Rettung der Menschen vom Dach des Hauses mit ihren Rotoren das Feuer immer wieder anfachten. Zudem gab es Probleme, einen geeigneten Wasseranschluss zu finden, der Löscharbeiten in so großer Höhe ermöglichte. Die Brandursache war zunächst unbekannt. In ersten Spekulationen war von einem Kurzschluss die Rede.

Polizeibeamte hatten alle Hände voll zu tun, um Hunderte von Schaulustigen vom Brandort fern zu halten. Der Ministerpräsident der Provinz KwaZulu-Natal, Sbu Ndebele, hatte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Feuers gemacht. Die Behörden versuchten, Notunterkünfte für die Geretteten zu beschaffen. Die Hafenstadt Durban am Indischen Ozean ist mit dem Beginn der Winterferien in Südafrika zur Zeit Ziel zahlreicher Urlauber aus dem In- und Ausland. (apa/red)