Enttäuschung Tal der Könige: Keine Königs- mumie in Grabkammer KV 63 gefunden!

Letzter von sieben entdeckten Sarkophagen geöffnet

In der vermeintlichen Grabkammer KV 63 im ägyptischen Tal der Könige gibt es definitiv keine Königsmumie. Der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawas, öffnete den letzten von sieben Sarkophagen, die im Februar in der Kammer entdeckt worden waren.

Die Grabkammer liegt in Theben nur wenige Meter vom Grab des Tutenchamun (KV 62) entfernt. Hawas erklärte, er sei trotzdem überzeugt, dass in der vier mal vier Meter großen Kammer einst Tutenchamuns Mutter Kija beigesetzt wurde. Später sei die Kammer als Lagerraum für Mumifizierungsutensilien benutzt worden.

Neben Natron und Leinen waren in der Kammer auch Halsbänder und andere dekorative Stücke gefunden worden, mit denen Mumien einst geschmückt wurden. Andere Forscher hatten vermutet, es könne sich bei KV 63 um die Grabkammer der Frau von Tutenchamun handeln. Fest steht nach Ansicht der Forscher der US-Universität Memphis, dass die Kammer aus der späten 18. Dynastie (um 1300 vor Christus) stammt. Laut Hawas wurde sie in der 19. Dynastie (1292-1190 vor Christus) ausgeraubt.

Die Herkunft Tutenchamuns steht nicht zweifelsfrei fest. Nur auf einem Relief findet sich eine Darstellung der Geburt von "König Tut" und des Todes seiner Mutter im Kindbett. Es wird vermutet, dass Kija, eine Nebengemahlin des Echnaton, die Mutter gewesen sein könnte. (apa/red)