Enttäuschendes 0:0 in Ried: Austria trotz Nullnummer aber weiter Tabellenführer!

Vorsprung der Wiener schrumpft jedoch auf 1 Punkt "Veilchen" spielbestimmend allerdings ohne Torerfolg

Der Vorsprung der Wiener Austria auf Verfolger Red Bull Salzburg ist nach einem 0:0 des Spitzenreiters am Sonntag gegen SV Ried auf einen Punkt geschrumpft. Vor 7.500 Zuschauern im ausverkauften Fill-Metallbau-Stadion enttäuschte der violette Titelanwärter und wartet weiter auf den ersten Sieg in Ried seit dem 14. Oktober 2000 (3:1). Die Oberösterreicher verzeichneten nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder einen Punktgewinn.

Die Anfangsphase einer auf mäßigem Niveau stehenden Partie war geprägt von zahlreichen Abseitsstellungen auf beiden Seiten. Nachdem Konrad Plautz mit zwei gelben Karten wegen Schiedsrichterkritik für Dabac (Ried) und Kiesenebner (Austria) für klare Verhältnisse gesorgt hatte, entstand in der 20. Minute aus dem ersten Eckball des Spiels auch die erste Torchance. Austria-Regisseur Ceh fand mit seiner Corner-Flanke den Kopf von Sebo, Ried-Goalie Hans-Peter Berger parierte aber auf der Linie.

Die spielerisch enttäuschenden Wiener blieben auch in weiterer Folge gefährlicher als die Innviertler, die vor der Pause nicht einen Schuss auf das Gehäuse von Austria-Keeper Didulica abgaben. Zunächst verfehlte Vachousek (36.) nach Idealpass von Kiesenebner aus aussichtsreicher Position das Tor. Kurze Zeit später hatte dann Sebo (38.) das 1:0 auf dem Fuß. Nach einer schönen Kombination mit Vachousek konnte der Slowake den Stanglpass seines tschechischen Teamkollegen aber aus fünf Metern Entfernung nicht verwerten.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig an der Charakteristik des Spiels, im Fill-Metallbau-Stadion herrschte am Ostersonntag über weite Strecken gähnende Langeweile. Austria-Trainer Frenkie Schinkels brachte Teamstürmer Linz (62.) für Vachousek und später Wallner (72.) für Sebo, an der Ideen- und zunehmenden Harmlosigkeit des violetten Titelkandidaten änderte dies aber nichts. Der eingewechselte Michalik weckte die Fans der Rieder mit einem 30-Meter-Schuss (77./knapp an der linken Stange vorbei) zumindest vorübergehend auf. Auf Seiten der Austria scheiterte Troyansky (83.) aus spitzem Winkel an Berger.

In der Nachspielzeit landete ein Kopfball von Linz nach Wallner-Vorlage im Netz, Schiedsrichter Plautz versagte dem Treffer jedoch wegen Abseits die Anerkennung.

(apa/red)