Landtagswahlen von

SPÖ-Streit um Mitgliederbefragung

Rot-Blau: Oberösterreichischer Parteichef Entholzer dafür, Bundes-SPÖ dagegen

Heinisch-Hosek © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Keine Unterstützung fand der oberösterreichische Parteichef Reinhold Entholzer Donnerstagabend mit seinem Vorschlag, in der SPÖ eine Mitgliederbefragung über die Frage der rot-blauen Zusammenarbeit durchzuführen. Die stv. Bundesparteichefin Gabriele Heinisch-Hosek teilte ihm per Aussendung umgehend mit, dass eine solche "überflüssig" wäre. Auch die Parteijugend ist dagegen.

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Es mache die SPÖ erpressbar, wenn sie eine Zusammenarbeit mit der FPÖ unter allen Umständen ablehne, erklärte Entholzer - der im September die Landtagswahl zu schlagen hat - im ORF-Interview. Insofern sei er für eine Mitgliederbefragung.

Rot-Blau "auch weiterhin keine Option"

Diesem Ansinnen trat Heinisch-Hosek sofort entgegen: Auf Bundesebene sei Rot-Blau "auch weiterhin keine Option" für die SPÖ, "Egal welche Zurufe auch kommen, unsere Position ist klar. Mitgliederbefragungen zu diesem Thema sind überflüssig. Eine Partei, die durch Hetze politisches Kleingeld machen will, hat in Regierungsverantwortung nichts verloren", erklärte sie in einer Aussendung: "Wir halten die Werte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität hoch und dadurch ist für uns eine klare Abgrenzung gegenüber der FPÖ unerlässlich."

Die Vorsitzenden aller fünf Jugendorganisationen - Katharina Kucharowits (JG), Julia Herr (SJ), Rasha Abd El Mawgoud (VSStÖ), Heli Gotthartsleitner (Rote Falken) und Florian Hohenauer (FSG-Jugend) - traten Entholzers Vorschlag in einer gemeinsamen Aussendung entgegen. Auf Initiative der Jungen Generation war beim SPÖ-Bundesparteitag 2014 beschlossen worden, dass sich die SPÖ "klar gegen eine Koalition mit der FPÖ auf allen politischen Ebenen" ausspricht. "Dass die FPÖ eine rechtsextreme Partei ist, hat sich seit dem letzten Bundesparteitag nicht geändert. Noch immer schürt ein HC Strache mit populistischen Ansagen Hass und Angst", lehnten Kucharowits und Herr eine "Anpassung dieser Position" ab.

Kommentare

christian95 melden

Wie einmal in der DDR!
Die Partei lässt nicht einmal mehr die Mitglieder mitreden. Deutlicher kann man das gar nicht beweisen: Die regieren schon lange am Volk vorbei! In einer Partei wo man als Mitglied nichts mehr mitzureden hat nennt sich auch noch "demokratisch".

Eloy melden

Ja das stimmt! Die FPÖ läßt nicht die eigenen Mitglieder mitreden, setzt über Nacht ganze Länderregierungen austauschen. "Knittelfeld" hat gezeigt wie es dort zugehen.

In der SPÖ kann jeder seine Meinung kundtun. Wie es in der FPÖ aussieht hat man neulich in Salzburg gesehen.

Nudlsupp melden

Kommt da Einsicht bei Christian durch? Dass so ein Verhalten wie in Salzburg tatsächlich an die DDR erinnert? Sehr gut Chrstian. Weiter so. Öffnen Sie Ihre Augen. Dieses Verhalten der Bundes FPÖ ist noch schlimmer als in der DDR.

Gelberdrache

Eine Partei die Hetz und teilweise die Wahrheit sagt,kann man nicht nehmen,aber eine Partei die das Steuergeld Millionenweise ausgibt,die kann man nehmen?

strizzi1949
strizzi1949 melden

Wo ist der Unterschied zwischen der SPÖ und den Kommunisten? Ich sehe auch keinen! Der Partei ist völlig wurscht, was ihre Mitglieder denken, weil mir san mir! Das ist Ostblockmentalität! Wenn der Partei, bei der ich Mitglied bin, meine Meinung egal ist, wofür bin ich dann noch Parteimitglied? Austreten, liebe SPÖ-ler, da kann man nur mehr austreten! Und diese Pseudokommunisten NICHT mehr wählen!

christian95 melden

100% richtig!
Kreisky muss sich im Grab umdrehen wenn er merkt was seine Nachfolger aus der einst so stolzen SPÖ gemacht haben.
In jedem Unternehmer würden Vorstände sofort abgelöst. Bei der SPÖ gilt: Jeder macht was er will.....(Bund und Ländern)
Wie lange kann Faymann noch so weiter machen?

christian95 melden

Wie tief muss diese SPÖ noch sinken?

Nudlsupp melden

Und wieso genau koaliert die FPÖ dann trotzdem mit einer Kommunistenpartei? Ist da etwa das Hemd näher als die Hose? Geht es der FPÖ womöglich gar nicht um Politik sondern nur um an die Futtertröge zu kommen? Die FPÖ koaliert mit Kommunisten, die sie verachtet? Wow, was für eine tolle Änderung die hier gewählt wurde. :-)

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Wie tief muß die FPÖ noch sinken? Nur wegen der paar hoch dotierten Versorgungsposten......

chris4600 melden

Werter Nudlsupp, da stimme ich Ihnen völlig zu. Bedenken wir doch einmal den kontiunierlichen Ministeraustausch aus der Regierungszeit mit Hr. Schüssel. Nach einem halben Jahr Amtszeit hat ein Minister Anspruch auf eine Pension. Die FPÖ tauschte die ihren eben jedes halbe Jahr. Also um was gehts? Die Frage beantwortet sich wohl von selbst.....

christian95 melden

Politische Dummheit zum Quadrat!
"Auch wenn uns die ÖVP jeden Landeshauptmann abnimmt, wenn die ÖVP den Bundeskanzler stellt, wir jede Woche von ihr am Nasenring vorgeführt werden..... wir bleiben dabei: Die SPÖ macht keine Koalition mit der FPÖ".
Auch wenn FPÖ noch so viele Menschen wählen. Gehts noch ein wenig blöder?

christian95 melden

Wenn man weiß was diese Dame bei der Bildung "geschaffen" hat, wie sie die Zukunft unserer Kinder verbaut, dann darf man sich nicht wundern wenn sie auch die SPÖ immer tiefer in den Abgrund zieht.

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Das muß Ihnen doch recht sein Christian, wenn es die Kommunistenpartei SPÖ immer weiter in den Abgrund zieht. Aber wieso trifft es Sie so schlimm, daß eine Kommunistenpartei nicht mit der FPÖ koalieren will? Wenn die FPÖ nur minimalste Prinzipien hat, müssten diese doch jede Koalition mit Kommunisten ablehnen. Ist irgendwie nicht schlüssig, was hier geschrieben wird.

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So wie ich das sehe, erwarten die blauen Parteilemminge, daß die anderen Parteien sich 1 zu 1 eins auf die FPÖ ausrichten, nur damit diese endlich auch wieder an die Versorgungsposten kommt. Und jeder der dies nicht tut, wird persönlich beleidigt und diffamiert. Eigenartiges Politik-Verständnis. FPÖ halt....

chris4600 melden

Ist ja witzig, die SPÖ wird das nicht mehr, was sie einmal und die FPÖ wird das nie sein, was sie gerne möchte. Bei den einen haben sie sich von ihrer Ideologie verabschiedet und die anderen haben sie nicht gefunden. Die sagen nur das, was das Volk vorplappert. Bedauerlich, was die Politik so macht. Es fehlen nicht nur die, die Hirn u Herz haben, sondern auch es benützen können.

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Vor allem etwas mehr Herz für durchaus angebracht und auch förderlich.

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