Entführter US-Soldat im Irak tot gefunden: Nach vier Jahren Gewissheit über Verbleib

Keith Maupin wurde in der Nähe von Bagdad entführt Ein weiterer US-Soldaten starb durch eine Sprengfalle

Entführter US-Soldat im Irak tot gefunden: Nach vier Jahren Gewissheit über Verbleib © Bild: Reuters/Niedringhaus

Im Irak ist die Leiche eines amerikanischen Soldaten gefunden worden, der vor knapp vier Jahren in der Nähe von Bagdad entführt worden war. Das US-Militärkommando in Bagdad teilte mit, ein Gerichtsmediziner habe festgestellt, dass der Mann, dessen sterbliche Überreste Soldaten am 20. März nach einem Hinweis aus der Bevölkerung nordwestlich von Bagdad gefunden hatten, wirklich Keith Maupin sei.

Maupin war am 9. April 2004 während einer Attacke auf einen großen Konvoi von Soldaten, Leibwächtern und Zivilisten von islamistischen Extremisten verschleppt worden. Eine Woche später strahlte ein arabischer Nachrichtensender ein Video aus, das Maupin in Geiselhaft zeigte. An der Echtheit eines zweiten Videos, das im Juni 2004 veröffentlicht wurde, und auf dem die Erschießung des 20 Jahre alten Soldaten zu sehen gewesen sein soll, zweifelte die Armee.

Das US-Militär berichtete weiter, ein US-Soldat sei in Bagdad einer Sprengstoffattacke zum Opfer gefallen. Ein weiterer Soldat, der am 23. März im Irak verwundet worden war, erlag in einem Krankenhaus auf einem US-Militärstützpunkt in Deutschland seinen Verletzungen.

(apa/red)