Entführer stellen härtere Bedingungen:
Drama um Sahara-Geiseln spitzt sich zu!

Offenbar höheres Lösegeld für Freilassung gefordert PLUS: Wiener Terror-Paar soll freigepresst werden

Entführer stellen härtere Bedingungen:
Drama um Sahara-Geiseln spitzt sich zu! © Bild: APA/Neumayr

Die Entführer der beiden Salzburger Sahara-Touristen haben in den vergangenen Tagen offenbar zwei neue politische Forderungen an Österreich gestellt. Zudem wollen sie mehr Lösegeld erhalten. Das berichtete der ORF. Demnach wollen die Geiselnehmer den Abzug der zwei österreichischen Bundesheer-Soldaten erpressen, die bei einer Friedenstruppe ISAF in Afghanistan eingesetzt sind. Außerdem solle jenes Wiener Ehepaar, das islamistische Drohvideos produziert haben soll, freigelassen werden.

Seitens des Außenministeriums, wo wieder der Krisenstab zum Thema Sahara-Geiseln tagte, gab es weder ein Dementi noch eine Bestätigung: "Wir bitten in Hinblick auf die Sicherheit der Geiseln und derjenigen, die sich um die Freilassung bemühen, von einem Kommentar zu dieser Veröffentlichung derzeit abzusehen", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tiefenthal. "Wir können davon ausgehen, dass Bemühungen wie im 'Fall Nussbaumer' in ähnlicher Form an einem anderen geografischen Ort laufen."

Terror-Paar von Österreich verurteilt
Das Ehepaar Mohammed M. und seine Ehefrau waren vor kurzem wegen Beteiligung an der terroristischen Vereinigung Al-Kaida und Nötigung der österreichischen Bundesregierung verurteilt worden. In den Drohvideos wurde auch der Abzug der österreichischen Bundesheer-Soldaten gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Andrea Kloiber (43) und Wolfgang Ebner (51) waren am 22. Februar entführt worden, als sie im Süden Tunesiens mit einem österreichischen Geländewagen unterwegs waren. Medienberichten zufolge wurden sie in den Norden von Mali verschleppt. Die "Al-Kaida im islamischem Maghreb" bekannte sich am 10. März zur Entführung. Am 13. März stellten die Entführer der österreichischen Regierung ein erstes Ultimatum, das auf drei Tage befristet war. Das Ultimatum wurde zunächst um eine Woche verlängert, später offenbar bis 6. April.

(apa/red)