Enkelin Khomeinis im NEWS-Interview: Eshraghi kritisiert aktuelle Politik im Iran

"Mein Großvater wäre mit der Politik nicht zufrieden" Enkelin kämpft im Iran für mehr Rechte für Frauen

Enkelin Khomeinis im NEWS-Interview: Eshraghi kritisiert aktuelle Politik im Iran © Bild: NEWS/Nikoubazl

Die 43jährige Zahra Eshraghi war mit ihrem Großvater Ayatollah Khomeini in Paris im Exil und begleitete ihn zurück in seine Heimat. Die zweifache Mutter lebt noch immer in Teheran, wo sie als Menschenrechtsaktivistin für mehr Rechte für Frauen kämpft. Im NEWS-Interview kritisiert sie offen die aktuelle Politik der iranischen Führung: " Wir müssen uns für die Welt öffnen, auch für Amerika. Dreißig Jahre Isolation sind genug."

Ihr Großvater sei mit der aktuellen Politik des Landes nicht zufrieden, meint sie: "Wäre Imam Khomeini noch am Leben, würde er das Land in eine andere Richtung lenken, als jene, die an der Macht sind. Es wäre eine Zeit des Aufbaus, weniger eine Zeit des Krieges."

Zahra Eshraghi ist mit Reza Khatami, dem Bruder des ehemaligen iranischen Präsidenten verheiratet. Die erneute Kandidatur ihres Schwagers für die Präsidentenwahlen im Juni interpretiert sie als Hoffnungsschimmer. Er könnte den Dialog mit dem Westen wieder in Gang bringen. Auf die Kleidungsvorschriften im Iran angesprochen, plädiert Eshraghi für Reformen: "Wie man sich kleidet, wie man lebt, muss jeder und jede selbst für sich entscheiden dürfen und nicht der Staat."

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