Enkel hat sich erschossen: Großmutter stürzte und starb durch Gehirnblutung

Mysteriöser Tod in Floridsdorfer Wohnung geklärt Weiter unklar, ob Frau gefallen oder gestoßen wurde

Enkel hat sich erschossen: Großmutter stürzte und starb durch Gehirnblutung © Bild: APA/Jäger

Das Rätsel rund um den mysteriösen Tod einer Oma und ihres Enkels in Wien-Floridsdorf scheint durch das vorliegende Obduktionsergebnis gelöst. Laut Polizei hat sich der 35-Jährige mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Schuss in die Herzgegend getötet, die 87-Jährige wiederum starb durch eine Gehirnblutung, die durch einen Sturz ausgelöst wurde.

Ob sie selbst gefallen ist oder gestoßen wurde, lässt sich nicht feststellen. Im Schlafzimmer der Wohnung in der Berlagasse 1 war eine illegale Pistole der Marke ÖAW im Kaliber .22 entdeckt worden. Zunächst war nicht klar, ob der sehr kleine Einschusskanal in der linken Brust daher stammte oder etwa durch einen Schraubenzieher, meinte man vonseiten der Exekutive. Durch das Projektil wurden die inneren Organe verletzt, woran der Mann schließlich verblutete. Laut Landeskriminalamt Wien gibt es aufgrund der bisherigen Ermittlungen derzeit keine Anhaltspunkte für weitere in den Vorfall involvierte Personen.

Gemeinsam mit einem Verwandten hatte die Polizei am Samstag gegen 12.35 Uhr die Leiche des arbeitslosen Christian K. neben der schwer verletzten 87-Jährigen im Vorzimmer der Gemeindebau-Wohnung entdeckt. Die Frau erlag noch am Nachmittag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Oma und Enkel lebten seit mehreren Jahren zusammen in dem Gemeindebau in einer Wohnung mit Küche, Bad und zwei Schlafräumen. Streit soll es häufiger gegeben haben.

(apa/red)