Energie in Österreich wird immer teurer:
Kosten sollen auch 2011 weiter ansteigen

Verteuerung von 7,6 Prozent im Jahresdurchschnitt Preisdruck nur durch weniger Konsum verminderbar

Energie in Österreich wird immer teurer:
Kosten sollen auch 2011 weiter ansteigen © Bild: APA/Hochmuth

Die Energierechnung ist 2010 für private Haushalte wegen höherer Sprit- und Heizölpreise teurer geworden: Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) lag im Jahresdurchschnitt um 7,6 Prozent über Wert von 2009. Die Verteuerungen und Mehrverbrauch ließen die Ausgaben der Haushalte um 16 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro ansteigen. Durchschnittlich gab ein österreichischer Haushalt 2010 laut Energieagentur 224 Euro im Monat für Energie aus, im Jahr 2009 waren es mit 194 Euro um 30 Euro weniger. Experten rechnen damit, dass die Preise weiter ansteigen werden.

Von den Durchschnittsausgaben von 224 Euro im Jahr 2010 entfielen rund 42 Prozent auf Verkehr (Benzin und Diesel), rund 33 Prozent auf Raumwärme und Warmwasser und mehr als 25 Prozent auf Strom. Die Kosten für Energie wurden vor allem durch die gestiegenen Preise von Erdölprodukte in die Höhe getrieben. Rohöl verteuerte sich im Laufe des Vorjahres um rund 20 Prozent. Heizöl war zu Jahresende um 18 Prozent teurer als zu Jahresbeginn, im Vergleich zum Dezember 2009 war der Preis sogar um fast ein Viertel höher. Im Jahresdurchschnitt 2010 kostete Heizöl um 22,5 Prozent mehr als 2009.

Benzin kostete im Dezember um rund 11 Prozent mehr als im Jänner, Diesel um 15 Prozent mehr. Im Jahresdurchschnitt 2010 lag der Benzinpreis um 14 Prozent über dem Durchschnittswert 2010, der Dieselpreis um 13,5 Prozent.

Deutlich geringer war der Preisanstieg bei Strom und Fernwärme, die sich jeweils um ein Prozent verteuerten. Der Preis für Brennholz stieg um 0,4 Prozent, die Preise für Kohleprodukte um durchschnittlich 3,8 Prozent. Einzig der Preis für Gas sank im vergangenen Jahr und das um im Jahresdurchschnitt um 4,5 Prozent.

Preise werden weiter steigen
2011 werde sich der Preissteigerungstrend generell fortsetzen, auch ohne den Einfluss von aktuellen Ereignissen, etwa politischen Unruhen wie aktuell in Ägypten, so Energieagentur-Geschäftsführer Fritz Unterpertinger. Mittelfristig würden auch die anstehenden Investitionsprojekte im Energiesektor die Preise erhöhen. So sehe etwa die EU bis 2020 einen Investitionsbedarf bei der Energieinfrastruktur von 200 Mrd. Euro. Auch diese Kosten würden letztendlich beim Konsumenten landen. Gemindert werden könne der Preisdruck nur durch einen "echten Verbrauchsrückgang" durch energieeffiziente Gebäude, Geräte und weniger Individualverkehr. (apa/red)

Kommentare

Keine Märchen die 70% Steuern sind echt Wer bei Shell tankt bekommt einen Beleg, der alle Steuern und Abgaben einzeln darstellt. Da kann ein nicht Pisa-geschädigter nachlesen und eventuell auch nachrechnen, daß fast 70% Abgaben und leider nur 30% wirklich der Ölkonzern bekommt.
Für Träumer, aus Erdöl wird nicht nur Treibstoff gemacht, sondern aus dem Rest der bei dem Treibstoffherstellen bleibt noch viel übrig um andere Rohstoffe und Kunsttoffe zu produzieren.
Schade daß für viele die Schule nicht gratis sondern umsonst war. Man sieht es immer wieder bei den Wahlen.

melden

Die \"Das Öl ist so billig\" Falle Wenn der Häuslbauer 1995 gewußt hätte was Heizöl 2011 oder gar erst 2016 kosten wird...
Wenn die Autobranche die ganzen Kleinwagen schon als Elektrotautos anbieten würden.

So geht es der fossilen Lobby immer nur darum möglichst viele Abhängige zu haben, die dank früherer Fehlplanungen abhängig bleiben.

Die fossile Lobby mag Plusenergiehäuser etwa ebenso gern, wie der Dealer eine wirkungsvolle Entzugsklinik.

christian95 melden

Fast 70% vom Zapfstellenpreis kassiert der Finanzminister! Der Sprit und die Energie wären nicht so teuer, wenn nicht die hohen Steuern darauf wären!
Bauern sind wieder einmal besser dran! Sie bekommen zum Unterschied von Kleinverdienern, die gesamte MÖST rückvergütet! Bis € 8.300 Monatseinkommen müssen Bauern seit Jänner nur mehr einen kleinen Pauschalbetrag an Steuern zahlen. Berechnungsgrundlage ist der niedrige Einheitswert.

melden

Re: foundr tut wirklich gut einen dekenden menschen zu lesen.im gegensatz zu dem üblichen parteiengewäsch!

melden

Das Märchen von den 70% Heute gesehen 1,31 EUR pro Liter Diesel

Wenn 70% der Finanzminiter kommt, dann sind dies unbesteuert 0,39 EUR

Nordsee Sorte Brend kostet US$ 102 das Barrel, macht 0,48 EUR pro Liter Rohöl. Da kommt dann noch Raffinerie und alles dazu.

Also Märchenerzähler warum tust Du das?

christian95 melden

Re: Die \\ Nicht Nordsee-Brent! Sondern das Österreichische Öl:

Flächenzins, Föderzins, MÖST und von der MÖST die MWST, ergibt fast 70% Steuern!

melden

Re: Die \\ Österreich fördert nicht einmal 1/5 des benötigten Erdöls selbst. Der Rest wird importiert. Die Steuern allein bestimmen also nicht den Preis.

melden

Rund 120 Liter pro Jahr und Österreicher Toll, jetzt kommt er doch glatt mit den 120 Liter Erdöl aus Österreicher pro Jahr und Österreicher angetanzt.

Höhere Energiepreise sind doch: "Gerechter" sagt die SPÖ, die ÖVP nennt es "ökologischer", daher erhöhen erhöhen beide gemeinsam die Steuern auf Treibstoffe und Energie um die leeren Staatskassen zu füllen.

Wir zahlen nun "gerechtere" und "ökologischere" höhere Steuern, damit es Griechenland & Co besser geht!

20.8.: "Ich habe versprochen, die Steuern in dieser Regierungsperiode nicht zu erhöhen. Und das halte ich." (Pröll)
1.9.: "Ich bin nicht bereit, neue Steuern einzuführen. Wir haben jetzt schon eine Steuerbelastung, die sich gewaschen hat." (Pröll)

Seite 1 von 1