Endlich eine heiße Spur: Bosnier im Tiroler Mord an 19-jähriger Studentin verdächtig

Mann soll junge Frau in Telefonzelle erstochen haben Entscheidung über Mordanklage noch nicht gefallen

Mehr als acht Monate nach dem Mord an einer niederösterreichischen Studentin in Innsbruck richtet sich jetzt die Aufmerksamkeit auf einen bosnischen Asylwerber. Die Staatsanwaltschaft leitete gegen ihn Voruntersuchungen wegen Mordverdachtes ein.

"Die Verdachtsmomente haben sich verdichtet", bestätigte ein Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft am Samstag der APA. Es gebe eine Reihe von Indizien. Zeugen würden den Mann schwer belasten.

Der Bosnier saß zuletzt in der Salzburger Justizanstalt ein. Er war wegen anderer Delikte zu 18 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Mitte dieser Woche wurde er in die Innsbrucker Justizanstalt überstellt.

Die Entscheidung über eine Mordanklage dürfte sich noch einige Zeit hinziehen, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Die Voruntersuchungen würden voraussichtlich noch mehrere Monate dauern.

Die Leiche der 19-Jährigen war am 23. Juni gegen 5.00 Uhr von einem Pensionisten in einer Telefonzelle beim Rapoldipark im Stadtteil Pradl entdeckt worden. Die BWL-Studentin hatte zuvor ein Studentenfest besucht und war anschließend noch bei Kollegen gewesen. Mit einem Fahrrad war sie dann zum späteren Tatort gefahren. Sie war mit zwei Messerstichen in den Brustbereich und in den Rücken getötet worden. (apa/red)