Endlich Schnee auf den Pisten: Wintersport- Industrie atmet nach Wintereinbruch auf

Zweistelliges Minus aber nicht mehr aufzuholen Konsumenten-Glück: Preise durch Aktionen sehr tief<br><b>PLUS:</b> Wetterprognose und aktuelle Schnee-Bilder!

Der Schneefall in großen Teilen Österreichs stimmt Österreichs Wintersportindustrie optimistisch. Fritz Aichinger, Obmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer, erwartet steigende Absätze in den kommenden Wochen. Das "zweistellige Minus" des bisherigen Wintergeschäfts in den Bereichen Ski und Winterkleidung wird der Wetterumschwung aber nicht mehr kompensieren.

Entscheidend sei es nun, wie lange das winterliche Wetter anhalte. "Wenn es nur zwei, drei Tage kalt bleibt, bringt das nicht viel", sagt Aichinger. "Bleibt es aber eine Woche kalt, kaufen die Leute Stiefel und Anorak." Der größte Gewinner der Situation ist für Aichinger der Konsument. Die Preise seien jetzt durch Aktionen sehr tief, die Auswahl enorm groß. Der bisherige Abverkauf lief nämlich "schleppend", sagt der Spartenobmann.

Gut ist die Stimmung auch beim Sportartikelverkäufer Intersport. "Was kann uns besseres passieren", sagt Intersport-Chefin Gabriele Fenninger. Der Schnee sei gerade noch rechtzeitig vor den Semesterferien gekommen. Die Verluste im Wintersportgeschäft seien ohnehin durch Umsatz-Zuwächse in anderen Bereichen kompensiert worden.

Der Sprecher eines großen österreichischen Skiherstellers spricht im bisherigen Wintergeschäft von einem "Minus im Bereich fünf bis zehn Prozent". Vor allem im Jänner seien Nachbestellungen aus dem Handel ausgeblieben und die Lager deswegen voll. Deshalb sei der Wetterumschwung wichtig, um die Skivorräte der Händler zu reduzieren. Im Jahr 2006 habe man aber dank des guten vergangenen Winters ohnehin ein Rekordergebnis an verkauften Ski und Skischuhen erreicht.

(apa/red)