Endlich Kanzler! Was will Gusi? Der Stolper- Start: Wie er trotz Fehlstart regieren will

Gusenbauer geht unter heftiger Kritik ins Kanzler-Amt Die SPÖ windet sich und muss dennoch zu ihm halten

Endlich Kanzler! Was will Gusi? Der Stolper- Start: Wie er trotz Fehlstart regieren will

Gusenbauers Antwort: Wie der neue Regierungschef mit seinen Kritikern umgeht und wie er jetzt regieren will. Kraftakt: Der neue Kanzler startet unter heftiger Kritik ins neue Amt. Wie Alfred Gusenbauer sie wegsteckt.

"Am Ende der Verhandlungen", wusste der Wiener Bürgermeister Michael Häupl schon vor dem Finale, „herrscht der Grad höchster Einsamkeit.“ In dieser Phase saß der SPÖ-Vorsitzende Alfred Gusenbauer allein dem ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel gegenüber. Mit dem Ergebnis des dramatischen Finales, „einer ÖVP-Regierung mit einem SPÖ-Kanzler darunter, einer totalen Umkehrung des Wahlergebnisses“ (Hannes Androsch), müssen jetzt alle leben: die SPÖ, in der weithin Entsetzen über die „Selbstaufgabe“ bei den Verhandlungen herrscht. Und Gusenbauer selbst, der das Erreichen seines politischen Lebensziels nun mit einem politischen Preis – und allergrößter Skepsis in den eigenen Reihen – bezahlt.

Wut und Entsetzen. An diesem Wendepunkt – seinem persönlichen, aber auch dem für seine Partei, für die er nach sieben Jahren den Bundeskanzler zurückerobert hat – ist Gusenbauer mit Wut, Entsetzen und Enttäuschung konfrontiert. Die Angriffspunkte: Studiengebühren und Eurofighter, deren Abschaffung beziehungsweise Abbestellung die SPÖ im Wahlkampf flächendeckend versprochen hatte und die sie jetzt in der großen Koalition mit der ÖVP so nicht umsetzen kann. Und die Ressortaufteilung, die viele als Selbstaufgabe gegen?über der ÖVP empfinden. „Fassungslos“ rufen Parteimitglieder an, schicken Protestmails, geben ihren Parteiaustritt bekannt.

„Ein ÖVP-Diktat“ nennt der oberösterreichische SPÖ-Chef Erich Haider das, was im Verhandlungsfinale zwischen Gusenbauer und Schüssel ausgehandelt wurde. Er wolle sich „noch in den Spiegel schauen können“, sagte Haider in der Diskussion im heißesten SPÖ-Vorstand seit vielen Jahren am Dienstag und stimmte gemeinsam mit der Parteijugend, den PensionistenvertreterInnen und der SPÖ Vorarlberg gegen das Koalitionspaket. Jeder Vierte aus der Riege seiner Spitzenfunktionäre versagt Gusenbauer damit die Zustimmung: in namentlicher, persönlicher Abstimmung.

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