Leben von

Das Ende der Science Busters

Werner Gruber steigt im Sommer aus, der Rabenhof beendet die Zusammenarbeit

Leben - Das Ende der Science Busters © Bild: ORF/Milenko Badzic

Den Deutschen Kleinkunstpreis nehmen sie am Sonntag in Mainz noch gemeinsam entgegen. Karnevalsstimmung dürften sich indes alle Beteiligten verbieten: Die "Science Busters" in der preisgekrönten Originalformation sind in einem halben Jahr vollends Geschichte. Der Physiker Heinz Oberhummer ist im November an den Folgen einer Kalten Lungenentzündung verstorben; und sein Kollege Werner Gruber, der schon jetzt nur noch die Hälfte der Abende bestreitet, zieht sich im Sommer aus dem Unternehmen zurück.

Derzeit rotiert um den Kabarettisten Martin Puntigam, den bald Letztverbliebenen aus der Glanzzeit, eine Truppe von Wissenschaftern, die sich ihr Profil erst erspielen muss. Aus dem Wiener Rabenhoftheater wird man sich mit Herbst empfehlen müssen. "Wir werden uns von den 'Science Busters' in der neuen Besetzung mit Ende der Saison leider trennen müssen", sagt Direktor Thomas Gratzer. "Werner und Heinz haben der Show ein sehr starkes Markenzeichen verpasst. Durch den Tod von Heinz Oberhummer und den Ausstieg von Werner Gruber ist dieser Weg leider zu Ende." Mittlerweile bricht das Publikum im 300 Personen fassenden Raum weg. Mehr als 100 bis 200 Zuschauer kamen selten in den vergangenen Monaten, einmal leerte sich der Raum zur Pause nochmals um die Hälfte. Der ORF zeichnet vertragsgemäß eine 13 Folgen starke Staffel auf, die bis in den Herbst ausgestrahlt wird.

"Unsere Dreifaltigkeit lässt sich nach meiner Meinung nicht durch andere ersetzen. Das macht mir keinen Spaß mehr. Ich will niemanden im Stich lassen", sagt Gruber, im Hauptberuf Direktor des Planetariums im Wiener Prater. "Darum mache ich noch das Sommersemester. Die 'Science Busters' waren lässig, auch vom Geldverdienen her. Aber es geht eben um mehr als Geld."

Laut Management der Science Busters stand der Abgang von Werner Gruber bereits seit über einem Jahr fest, da er sich mehr dem Planetarium widmen wollte. Während Gruber im Koma lag, habe das Management nicht darauf bestanden, dass alle Termine gespielt werden, heißt es in einer Aussendung. Es sei keine Rede davon gewesen, dass Projekt Science Busters fortzusetzen, sollte sich Werner Gruber nicht erholen. Die Fortsetzung der Tournee sei beschlossen worden, nachdem klar war, "dass sich Gruber wieder erholen würde und sein Einverständnis dazu geben konnte".

Die Zusammenarbeit mit Florian Freistter, Helmut Jungwirth und Gunkl habe bereits im Frühjahr 2015 begonnen.

Neben der Ausstrahlung im ORF gibt es die Science Busters am 24. Februar live im Stadtsaal und Anfang März in Graz und dem Rabenhof zu sehen.

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Kommentare

Genosse Gruber geht ist ja sicherlich nur ein Zufall... ;-) (3/3)

,dass ich nicht der einzige bin. Selbstverständlich ist es anders, als mit Oberhummer und Gruber auf der Bühne, aber anders gut. Ich bin froh über den Fortbestand meiner Lieblings-Scienceboygroup und hatte keinesfalls das Gefühl, dass den Science Busters die Luft ausgeht. Ach und dass der tiefrot gefärbte Rabenhof sich von den Science Busters trennt, nachdem der nicht weniger leuchtend rote (2/3)

Hmmm, klingt für mich ein bisschen, als würde Herr Gruber das Projekt Science Busters torpedieren wollen, ganz nach dem Motto "nach mir (hoffentlich)die Sintflut". Schade! Als langjähriger Science Busters Fan habe ich mir bereits kürzlich die Show im (voll besetzten) Stadtsaal mit den Herren Freistetter und Jungwirth angeschaut und war voll auf begeistert und habe durchaus das Gefühl gehabt (1/2)

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