Ende der Müllkrise in Neapel angekündigt: Berlusconi sieht Problem als bereinigt an

Oppositionelle Mitte-links-Allianz kritisierte Aussagen In Peripherie sollen noch immer Misthaufen lagern

Ende der Müllkrise in Neapel angekündigt: Berlusconi sieht Problem als bereinigt an © Bild: Reuters/Gentile

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat das Ende der Müllkrise in Neapel angekündigt, die vor Weihnachten 2007 ausgebrochen war. "Bei der Ministerratsitzung in Neapel werde ich ankündigen, dass die Notstandslage zu Ende ist", sagte Berlusconi im Gespräch mit Journalisten.

"Auf den Straßen der Region liegt kein Müll mehr. Das Problem wird endgültig gelöst sein, wenn die vier geplanten Müllverbrennungsanlagen aktiv sein werden", betonte der Politiker. Die oppositionelle Mitte-links-Allianz kritisierte die Aussagen. Die Innenstadt Neapels sei tatsächlich vom Müll befreit worden, in der Peripherie würden jedoch immer noch unendliche Misthaufen lagern.

Auch die EU-Kommission beobachtet die Entwicklung in Neapel. Aus Brüssel ließ sie verlauten, dass für die EU eine langfristige Lösung mit einem korrekten Müllmanagement und dem Bau von Verbrennungsanlagen wichtig sei. Das Verfahren gegen Italien wegen Verletzung der Umweltregelung in Bezug auf Müllentsorgung laufe daher weiter.

(apa/red)