Endbericht zu A22-Karambolage ist fertig: Militärkommando NÖ nimmt Stellung dazu

Alle Sicherheitsbestimmungen wurden nicht befolgt Endgültige Beurteilung durch zivile Sachverständiger

Endbericht zu A22-Karambolage ist fertig: Militärkommando NÖ nimmt Stellung dazu © Bild: APA/FF Korneuburg

Der Endbericht der tödlichen Karambolage auf der A22 vom 22. Jänner liegt jetzt vor. Das Militärkommando NÖ nimmt zu den Ereignissen darin Stellung. Es soll durch die Disziplinarabteilung und die Gruppe Kontrolle im Verteidigungsministerium abgeschlossen werden. Wie das Ressort mitteilte, erhebe darüber hinaus auch noch die Bundesheer- Beschwerdekommission.

Eine Klärung der Verschuldensfrage sei "ausschließlich Aufgabe der Staatsanwaltschaft". Was technische Gutachten des Bundesheeres angehe, sollen auf einem Truppenübungsplatz noch fünf jener Nebelgranaten gezündet werden, die auch am Übungsplatz in Korneuburg zum Einsatz gekommen sind. Dies werde dann der Fall sein, "wenn die gleichen meteorologischen Bedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind) wie am 22. Jänner 2009 herrschen, da nur so ein annähernd vergleichbares Ergebnis erzielt werden kann", hieß es in einer Aussendung.

Eine endgültige Beurteilung der Entwicklung des künstlichen und natürlichen Nebels am Übungsplatz werde den zivilen Sachverständigen vorbehalten bleiben. Hiezu gebe es unterschiedliche Messergebnisse bzw. Zeugenaussagen. Dies werde - ebenso wie die Verschuldensfrage - durch die Staatsanwaltschaft zu klären sein.

Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten
Fest stehe, "dass die heeresinternen Sicherheitsbestimmungen für den Einsatz von Knall-, Markier- und Signalmunition nicht in vollem Umfang eingehalten wurden". Dass die notwendigen Gefahrenzonen unterschritten wurden, habe sich im Rahmen der Untersuchungen bekräftigt. Der Garnisonsübungsplatz Korneuburg wurde laut Ministerium "auf Dauer für die Verwendung von Nebelhandgranaten gesperrt" bzw. würden derzeit alle militärischen Übungsplätze auf ihre Benützungsordnungen untersucht.

(apa/red)