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Emma Stone: "Bitte mehr Superheldinnen im Kino"

Die Frau an Spider-Mans Seite spricht über die neue Weiblichkeit im Actionkino

Emma Stone © Bild: APA/EPA/Rain

Emma Stone spielt derzeit in "The Amazing Spider-Man 2" mit. Im NEWS.AT spricht sie über die neue Weiblichkeit im Actionkino. Der Superstar an der Seite von Spiderman Andrew Garfield appeliert zudem an Studiobosse: "Bitte mehr Superheldinnen im Kino!"

NEWS: Die Produzenten halten die Liebesgeschichte im aktuellen Spiderman-Abenteuer für "Herz und Seele" des Films. Ist es ein Vor- oder Nachteil mit Andrew Garfield, dem Mann ihres Herzens, eine Lovestory zu spielen? Er sagt, er könne mit Ihnen kaum mithalten, so gut seien sie.
Emma Stone: Mit Andrew zu arbeiten war eine wunderbare Erfahrung. Er ist perfekt für die Rolle, weil er aus einem genauso reichen Innenleben schöpfen kann. Er bringt so eine schöne Sensitivität mit, Empahtie und Humor. All das verleiht er der Figur, erweckt sie so zum Leben. Er gibt mir das Gefühl, als müßte ich einen Zahn zulegen. Er ist so präsent und wechselhaft wie Quecksilber, man weiss nie, was bei ihm als nächstes kommt. Ich muss stets konzentriert bleiben, wenn ich mit ihm spiele.

The Amazing Spider-Man 2
© 2013 Sony Pictures Releasing GmbH Emma Stone in "The Amazing Spider-Man 2"

NEWS: Sollten die Studios Frauen in Superhelden-Filmen fördern? Die alte Regel vom Kassengift ist längst widerlegt.
Stone: Mit gutem Grund: Die Hälfte des Kinopublikums ist weiblich! Es bewegt sich auch schon etwas: Scarlett Johansson in ,Captain America‘ oder Jennifer Lawrence in ,X-men‘ zeigen vor wie es geht. Nur: ein paar Superheldinnen in Hauptrollen wären fein! Die Filmstudios halten alle Karten in der Hand, vor allem hunderte Millionen Euro, um dies zu ermöglichen. Es ist doch toll, Filme wie ,Divergent‘ oder ,Tribute von Panem‘ zu sehen, die Frauen in Hauptrollen zeigen und an der Kasse Riesen- Erfolge sind. Das ist so inspirierend, nicht nur für junge Mädchen, auch für Buben. Das sind doch wichtige Vorbilder!

NEWS: Haben Sie die als Kind vermisst?
Stone: Natürlich! Meine Vorbilder waren alle Männer: Steve Martin, John Candy, Gene Wilder, Bill murrey. Im Comedy Bereich, wo ich künstlerisch herkomme, waren damals hauptsächlich Männer Stars. Für Frauen war es früher fast unmöglich Comedy-Karriere zu machen. Heute sind sie omnipräsent !

NEWS: Weckt ihre Rolle, Sie spielen eine ehrgeizige Absolventin, die an eine Elite-Uni strebt, Wissenschafts-Interesse bei Mädchen?
Stone: Sicher! Das kann ich mir gut vorstellen, weil es bei mir selbst auch so war. Ich selbst bin als Schülerin nicht zur Schule gegangen sondern zu Hause unterrichtete worden und habe daher im Heimunterricht meinen High School Abschluss gemacht. Erst bei der Vorbereitung zu Spiderman habe ich meine Liebe zur Biologie entdeckt. Zwecks Recherche haben wir ein Zellforschungs-Labor besucht. Seither fasziniert mich die Thematik.

NEWS: Sie spielen in Woody Allens neuestem Werk „Magic in the Moonlight“. Ist das ein Unterschied zum Superhelden-Film? Was dürfen Sie verraten?
Stone: Das Drumherum ist sehr verschieden. Der Arbeitsprozess ist es nicht. Wie man sich der Figur annähert, ist bei mir immer dasselbe. Man will seinem Spiel soviel Wahrhaftigkeit verleihen, wie man nur kann. Ich hatte eine unglaubliche Erfahrung mit ihm am Set. Über meine Rolle darf ich nichts verraten. Woody Allen Filme stehen unter strengerer Geheimhaltung als jeder Superhelden Film!

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