Emanuel Pogatetz von

Pogerl im Wechselbad

Gehen oder bei Hannover 96 bleiben? Manager Schmadtke will ihn nicht vom Hof jagen.

Emanuel Pogatetz - Pogerl im Wechselbad © Bild: GEPA/Witters

Die Zukunft von ÖFB-Teamverteidiger Emanuel Pogatetz ist völlig offen. Ein Zerwürfnis zwischen dem 29-Jährigen und Trainer Mirko Slomka hat zu Spekulationen geführt, dass seine Tage bei Hannover 96 gezählt wären. Dem widerspricht nun Hannover-Manager Jörg Schmadtke im Fußballmagazin "kicker": "Erstens jagen wir grundsätzlich keinen Spieler vom Hof. Und zweitens ist Emi natürlich auch künftig wichtig für uns. Er hat immer Leistung gebracht."

Der Abgang des Innenverteidigers ist also noch nicht beschlossene Sache. "Da muss jetzt einmal das Gift raus", fordert Schmadtke im "kicker". Slomka hatte Pogatetz am Höhepunkt des Disputes im März in die Reserve verbannt, hatte ihm mangelnde Fitness vorgeworfen. Doch Pogatetz stand bald wieder in der Stamm-Elf des deutschen Bundesligisten.

Schmadtke sieht hier kein unkittbares Zerwürfnis zwischen Trainer und Spieler, solche Darstellungen wären "überzogen": "Es darf nicht angehen, dass aus normalen Vorgängen Politik gemacht wird. Gegen den Trainer, gegen den Spieler. Das gefällt mir nicht."

Fakt ist, dass sich die Hannoveraner auf der Verteidiger-Position nach Neuverpflichtungen umsehen. Doch das sei legitim, mein Schmadtke: "Denken ist erlaubt. Das machen die Spieler ja auch."

Zugleich wurde bekannt, dass sich der 1. FC Nürnberg eine Verpflichtung des Österreichers vorstellen könne, nach zuletzt kolportiertem Interesse von Wolfsburg. Pogatetz selbst entspannt sich im Urlaub und will selbst - wie es aus seinem Umfeld heißt - nicht aktiv an einem Weggang von Hannover arbeiten.