EM-Quali: Nur einer ist kleiner als Einsneunzig

EM-Quali: Nur einer ist kleiner als Einsneunzig

Österreichs Coach Schrittwieser setzt in der Baketball EM-Qualifikation auf Größe. Die Riesen werden am 26. Mai zum Trainingslager in Kapfenberg einrücken - mit dabei ist Peter Strobl, ein Neuling aus der französischen B-Liga. Heute beginnt die Play-Off Serie um den Österreichischen Meister: Kapfenberg und das Überraschungsteam vom Wörthersee matchen sich um den Titel.

Michael Schrittwieser, Head-Coach des österreichischen Basketball-Nationalteams, hat den Kader für die ersten Spiele der EM-Qualifikation 2003 nominiert. Auffallend ist, dass Schrittwieser auf Größe setzt. Nur ein Akteur ist kleiner als 1,90 Meter. Das erste Qualifikationssspiel steigt am 2. Juni in Feldkirchen gegen Rumänien.

Student spielt in Frankreich und wurde entdeckt
Die Überraschung im Kader: Mit Peter Strobl (24) wurde über einen Manager ein hier zu Lande weitgehend unbekannter Spieler für das Team "entdeckt". Der Forward und Center steht bei Chorale Roanne in der französischen B-Liga unter Vertrag. Er hat in den USA studiert und noch nie in Österreich gespielt.

Johnny Mc Neil ist Österreicher
Weitere Neulinge sind die eingebürgerten US-Boys Johnny McNeil (Fürstenfeld) und Sean McCaw (Aveiro Basket/POR, früher Kapfenberg und Traiskirchen), von denen aber laut FIBA-Reglement nur einer eingesetzt werden darf, sowie Christian Kollik (Rice University/NCAA). Verzichten muss Schrittwieser auf Neno Asceric, der Anfang Juni mit seinem französischen Klubteam Le Mans noch im Playoff der Meisterschaft steht und daher nicht abkömmlich ist.

Rumänien, Malta, Ungarn die Gegner
Am 27. Mai bestreitet das A-Team in Preßburg ein Testspiel gegen die Slowakei. In der Hinrunde der EM-Qualifikation (Qualifikationsgruppe A) stehen die Spiele gegen Rumänien (2. Juni, Feldkirchen) sowie in Malta (6. Juni, Rabat) und Ungarn (9. Juni, Szombathely) auf dem Programm. Termine Rückrunde: 25. und 29. August sowie 1. September.

Unerwartetes Finale in Österreich
Auf dieses Finale haben nicht viele gewettet: Die Kapfenberg Bears kämpfen gegen die Wörthersee Piraten um den Meistertitel in der österreichischen Basketball-Bundesliga. Erstmals stammt damit der Meister nicht aus Wien oder Niederösterreich. Die Wörthersee Piraten haben sich im Halbfinale eindrucksvoll mit 3:0 gegen die Fürstenfeld Panthers durchgesetzt. Die Kapfenberger mussten im Halbfinale ein Spiel mehr bestreiten. Sie besiegten die Basket Clubs of Vienna mit 3:1.
Drei Spieler von der Wörthersee-Mannschaft werden auch ins Teamcamp einrücken: Joachim Buggelsheim, Andreas Helmigk. Einer der Hoffnungstraäger des österreichischen Teams wird Stjepan Stazic der 1,98m große Spieler von Reggio Calabria (ITA) sein.