EM spült Geld in die Kasse des ÖFB: Bis zu 23 Millionen Euro brutto für die Teilnahme

Jedes EM-Team erhält mindestens 7,5 Millionen Euro Auch Bundesliga-Clubs kassieren für ÖFB-EM-Start

EM spült Geld in die Kasse des ÖFB: Bis zu 23 Millionen Euro brutto für die Teilnahme © Bild: AP/Punz

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) könnte bei der EURO 2008 im Idealfall 23 Millionen Euro brutto kassieren. Dieser Betrag würde fällig werden, sollten Andreas Ivanschitz und Co. Europameister werden und davor alle drei Gruppenspiele gewonnen haben. Doch auch bei einem weniger guten Abschneiden bleibt dem Verband noch ein schönes Körberlgeld, immerhin kassiert jeder EM-Starter ein Fixum von 7,5 Millionen Euro.

Ein Punkt in der Gruppenphase ist 500.000 Euro, ein Sieg eine Million Euro wert. Ein Aufstieg ins Viertelfinale bringt zwei Millionen Euro, eine Semifinal-Teilnahme zusätzlich drei Millionen Euro. Der Europameister kassiert noch einmal 7,5 Mio. Euro, der Verlierer darf sich immerhin mit 4,5 Mio. Euro trösten.

Die UEFA schüttet an die EM-Teilnehmer insgesamt 184 Mio. Euro aus, vor vier Jahren waren es noch 129 Mio. Euro gewesen. Das Fixum stieg im Vergleich zum Turnier in Portugal von 4,8 auf 7,5 Mio. Euro, der größtmögliche Profit für den Europameister wurde um 5,3 Mio. Euro angehoben.

Welche Summe auch immer in die ÖFB-Kassa fließt - ein nicht unerheblicher Teil davon wurde vom ÖFB bereits konsumiert oder ist verplant, wie Generalsekretär Alfred Ludwig betonte. "Die verschiedenen Teamcamps, die Anreise der Legionäre oder auch alle anderen Fixkosten werden von diesem Geld bezahlt", sagte Ludwig. Ein erheblicher Teil der UEFA-Zahlungen wird auch für die Auszahlung der Spielerprämien verwendet, die laut Ludwig noch immer nicht endgültig festgelegt sind.

Auch Bundesliga-Clubs kassieren
Im Rahmen der EURO 2008 wird ein neues Kapitel in der oft gespannten Beziehung zwischen Nationalteam- und Vereins-Fußball aufgeschlagen. Erstmals werden Clubs von einem Turnier-Veranstalter - in diesem Fall die UEFA - für die Abstellung von Spielern entlohnt.

Für die EM wurde folgendes System ausverhandelt: Die UEFA zahlt ab 14 Tage vor dem ersten Spiel der jeweiligen Mannschaft bis einen Tag nach dem letzten Spiel dieses Teams 4.000 Euro pro Tag an jenen Verein, bei dem der Kicker gemeldet ist - allerdings nur dann, wenn der betreffende Spieler zwei Jahre lang durchgehend beim gleichen Club gemeldet war.

Alle österreichischen Vereine mit EM-Spielern dürften sich über das finanzielle Zubrot freuen, was auch Liga-Vorstand Georg Pangl glücklich macht. "Für Vereine wie Barcelona sind diese Beträge wenig, aber für unsere Clubs nicht unerheblich. Außerdem ist es eine tolle Geschichte, weil dann die Clubs versuchen werden, noch mehr Teamspieler abzustellen", sagte der Burgenländer.

(apa/red)

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