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Eltern von todkrankem britischen Kind scheiterten erneut vor Gericht

Oberstes Gericht lehnte neuerliche Prüfung des Falls ab

Die Eltern des unheilbar kranken Alfie Evans in Großbritannien sind im Kampf um eine Weiterbehandlung ihres Sohnes erneut vor Gericht gescheitert. Der Oberste Gerichtshof lehnte es am Freitag ab, den Fall erneut zu prüfen. Tom Evans und Kate James wollten das Liverpooler Kinderkrankenhaus Alder Hey daran hindern, das lebenserhaltende Beatmungsgerät ihres 23 Monate alten Buben abzuschalten.

Das Kind sollte auf ihren Wunsch in ein Kinderkrankenhaus des Vatikan verlegt werden. Neben allen britischen Instanzen hatte auch der Europäische Menschenrechtsgerichtshof den Antrag der Eltern abgewiesen.

Seit Dezember 2016 ist das Kind in ständiger Behandlung im Krankenhaus. Der Fall fand wegen des öffentlichkeitswirksamen Engagements der Eltern weit über Großbritannien hinaus Beachtung. Mehr als 200.000 Menschen hatten die Eltern in einer Petition unterstützt. Auch Papst Franziskus setzte sich zuletzt für den kleinen Buben ein.

Alfie Evans ist an einem seltenen, degenerativen Hirnleiden erkrankt. Sein Fall erinnert an das Schicksal des todkranken britischen Babys Charlie Gard, das im Juli vergangenen Jahres eine Woche vor seinem ersten Geburtstag gestorben war, nachdem die Ärzte das Beatmungsgerät abgeschaltet hatten. Der Bub hatte an einer seltenen Erbkrankheit gelitten, die das Gehirn schwer schädigt.

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