Eltern ließen eigene Tochter verhungern: 29-jähriger Vater der Dreijährigen verhaftet

Franken: Verdacht des Totschlags durch Unterlassen Vierjähriger Bruder des toten Kindes fit und wohlauf

In Franken hat ein Elternpaar seine dreijährige Tochter verhungern lassen. Das körperlich ansonsten gesunde Mädchen aus Thalmässing im Landkreis Roth sei in einer Nürnberger Klinik an Mangel- und Unterernährung gestorben, teilte die Polizei mit. Ein von den Eltern verständigter Notarzt hatte das Kind wegen des bedrohlichen Gesundheitszustands ins Krankenhaus einweisen lassen. Dort konnte dem Mädchen aber nicht mehr geholfen werden.

Der 29 Jahre alte Vater des Kinds sei inzwischen festgenommen worden, gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen Totschlags durch Unterlassen eröffnet. Die 26-jährige Mutter liege selbst aufgrund einer schweren Erkrankung auf der Intensivstation in Nürnberg. Diese Erkrankung sei aber unabhängig vom Fall des Mädchens.

Der vierjährige Bruder des Kindes wurde von der Polizei den Großeltern übergeben. Den Angaben zufolge ist dieser fit und wohlauf. Es sei ein Rätsel, warum das Mädchen verhungern konnte und der Bub normal ernährt sei, sagte ein Polizeisprecher. "Da stehen wir noch am Anfang unserer Ermittlungen."

(apa/red)