Elsner-Auslieferung: In Wien erwartet
Helmut Elsner Zelle im Gefangenenhaus

Gefängnis weist moderne Krankenabteilung auf "Wäre aus medizinischer Sicht sehr gut aufgehoben"

Bei der Staatsanwaltschaft Wien wollte man die Entscheidung des französischen Gerichts, wonach Helmut Elsner ab sofort an die österreichischen Behörden übergeben werden kann, vorerst nicht kommentieren. "Ich kenne die Entscheidung nicht und kann daher nichts dazu sagen", meinte Pressesprecher Gerhard Jarosch. Sollte Elsner überstellt werden, würde er auf Grund des bestehenden inländischen Haftbefehls in jedem Fall im Wiener Landesgerichtlichen Gefangenenhaus in U-Haft genommen werden.

Auch seine kolportierte Herzerkrankung würde ihn davor nicht verschonen, da die österreichische Rechtsordnung bei U-Häftlingen keine Vollzugsuntauglichkeit kennt. "Die so genannte Haftunfähigkeit ist erst bei Strafhaft möglich. Es müsste also ein rechtskräftiges Urteil vorliegen, damit Elsner einen dahin gehenden Antrag stellen kann", erklärte Jarosch.

Da das Landesgerichtliche Gefangenenhaus eine moderne Krankenabteilung aufweist - in der Justiz spricht man gar von einem eigenen Krankenhaus, "wäre Elsner aus medizinischer Sicht dort sehr gut aufgehoben", versicherte Jarosch. Sollte sein Gesundheitszustand bedrohliche Ausmaße annehmen, wäre natürlich auch eine Verlegung in eine Notfallklinik möglich, wo die U-Haft unter polizeilicher Bewachung "verlängert" würde, sollten bis dahin die Haftgründe nicht weggefallen sein.

(apa/red)