Elk-Team doch bei Deutschland-Tour dabei: Teilnahme vor Landesgericht erstritten!

Gericht stellte einen Formfehler der Veranstalter fest

Der österreichische Profi-Radrennstall Elk-Haus Simplon darf nun doch an der Deutschland-Tour teilnehmen. Das Team teilte mit, dass es beim Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung erlangt hat, durch welche der Veranstalter der Deutschland-Tour verpflichtet wird, die Elk-Haus-Profis an der Radrundfahrt teilnehmen zu lassen.

Die rot-weiß-rote Mannschaft war von Kai Rapp, dem Chef der zur ProTour zählenden Veranstaltung, ausgeladen worden. Als Hauptgrund war von Elk-Teamchef Bernhard Rassinger angegeben worden, dass die Teammitglieder den vom Weltverband (UCI) initiierten Ethik-Kodex nicht unterschrieben haben. Vonseiten der Deutschland-Tour hieß es zudem, dass keine offizielle Starterliste abgegeben wurde.

Das Landgericht Hamburg stellte einen Formfehler der Veranstalter fest, der entgegen einer UCI-Richtlinie dem Team Elk Haus Simplon zu keinem Zeitpunkt die offiziellen Teilnahmeformulare habe zukommen lassen. Der Veranstalter habe die Mannschaft auch nie aufgefordert, entsprechende Dokumente zu übersenden. Deshalb hatte die Elk-Teamleitung die teilnehmenden Fahrer dem Veranstalter formlos mitgeteilt.

Außerdem ist die Teamleitung im März 2007 dem Ethik-Code des UCI - eine freiwillige Verpflichtungserklärung gegen Doping - beigetreten. Diese Erklärung wurde bis dato ausschließlich von ProTour-Teams mehr oder weniger "freiwillig" abgegeben.

Zusätzlich wurde den ProTour-Fahrern nahegelegt, eine Ehrenerklärung zu unterfertigen, wonach eine Verstrickung in die sogenannte "Operacion Puerto" und den Fuentes-Dopingskandal ausgeschlossen wird. Das Team Elk Haus Simplon ist aber nur ein UCI Professional Continental Team, von dem bis zum 2. August keine derartige Ehrenerklärung eingefordert worden ist. (apa)