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Ela Angerer © Bild: News

Hätte Herzogin Kate an der Uni neben einem Mann wie Peter Handke studiert, wäre sie vielleicht die Frau eines Existenzialisten geworden. Sie würde heute nur Schwarzes, Hochgeschlossenes tragen, abends gerne mit einer Zigarette in der Hand. So aber: der Hang zu den frischen, fröhlichen Aristofarben.

Von Ringlotte bis Pistazie – der Lieblingsfarbton aller Prinzessinnen und Königinnen ist Sorbet. Als moderne Frau findet Kate den zeitlosen Chic natürlich ein bisschen langweilig. Dezenz ist Schwäche, denkt sie, ihre Umfragewerte sind ohnehin so gut sind wie noch nie. Deshalb ruft sie in der Früh vor dem Kleiderkasten: „Es ist Sommer und ich stehe dazu!“

Sie verlässt das Haus, auf dem Höhepunkt der Feriensaison, und trägt dabei ein Kleid, das aussieht wie ein Glücks-Emoticon. Wahrscheinlich eröffnet sie damit eine Kinderkrippe, geht zum Ladies Lunch und sitzt als Ehrengast auf der Vip-Tribüne in Wimbledon. All das tut sie nicht einfach in einem Sommerkleid, nein, in einer Mission. Denn Gelb ist das Ausrufezeichen unter den Modetönen: Wer blass ist, wirkt noch blasser.

Kate erfüllt alle Voraussetzungen

Blonde Frauen erinnern damit an Eierspeise. Auch ein missmutiger Gesichtsausdruck wird schnell zur Katastrophe. Ja, man muss dafür bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Kate hat sie alle – intelligent, braungebrannt und in ihrer Mitte. Felix Baumgartner könnte in ihrer Nähe endlich scharf mitdenken. Und wäre die schöne Kate in diesem Kleid im Vorzimmer der Queen herumgestanden, Regierungschef David Cameron hätte dieser niemals sein Rücktrittsgesuch überreicht. Er hätte die Urkunde zusammengefaltet, zurück in die Sakkotasche geschoben und für weitere sechs Jahre unterschrieben. Wer einer Frau in so einem Kleid gegenübersteht, der hat nämlich kein Problem.

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