El Pais von

Jede 3. Stelle gestrichen

128 Mitarbeiter werden wegen der anhaltenden Medienkrise entlassen

Die spanische Zeitung El Pais © Bild: Reuters

Die renommierte spanische Zeitung "El Pais" streicht angesichts einer anhaltenden Medienkrise etwa jede dritte Stelle. 128 Kollegen würden entlassen, 21 weitere vorzeitig in den Ruhestand geschickt, teilten die Mitarbeiter mit. Die restlichen Angestellten müssen demnach eine Gehaltskürzung von 15 Prozent in Kauf nehmen. Trotz der wirtschaftlich schweren Lage für Medienunternehmen hatte die Zahl der Angestellten von "El Pais" seit 2007 bisher stabil bei rund 470 gelegen.

Die Mitarbeiter der Zeitung machten die Krise auf dem Medienmarkt, die Wirtschaftskrise des Landes, aber auch das Management der Mediengruppe Prisa, zu der "El País" gehört, für die Stellenstreichungen verantwortlich. Der größte Medienkonzern Spaniens hatte im zweiten Quartal einen Verlust von 53 Mio. Euro vermeldet.

Der Sparplan der angesehenen Zeitung verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen die spanischen Medien bereits seit Jahren zu kämpfen haben. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Medienbereich fast 8.000 Jobs gestrichen. Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendern vermelden sinkende Werbeeinnahmen und Kündigungen von Kunden. Zudem ist es für die Medienunternehmen schwer, im Internet mit Nachrichten Geld zu verdienen.

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