Eislady von

Estibaliz C.: Märchen der Mörderin

Von schwarzen und weißen Rittern. Für ihren Sohn schreibt sie fiktive Geschichten.

Eislady - Estibaliz C.: Märchen der Mörderin © Bild: DIETER NAGL/AFP/Getty Images

Die „Eislady“ hat in der Haft damit begonnen, für ihren Sohn fiktive Geschichten zu schreiben. NEWS liegt ihre erste symbolträchtige Story vor.

Seit ihrer Verurteilung als Doppelmörderin sitzt Esti in der Justizanstalt Schwarzau ein.

Estibaliz C.s Kind wächst in Barcelona bei den Großeltern auf. Einmal pro Monat reist die Oma mit dem Kleinen nach Österreich, besucht mit ihm die Tochter im Gefängnis. Bei jeder dieser Visiten wird der Zweijährige von seiner Mutter groß beschenkt, mit Plüschtieren, die sie in der Haft bastelt. Und vor kurzem hat die „Eislady“ auch damit begonnen, für ihn Märchen zu schreiben, die ihm sein Vater vorlesen soll. Das erste ist bereits fertig. Eine Story über den Sieg des Guten über das Böse:

„Ein Bergdorf, irgendwo. Völlige Dunkelheit, kein Lichtstrahl war da. Bloß kalte Traurigkeit. In der Luft ein fauler Geruch statt des Dufts der prächtigen Blumenwiese, die dort einmal gewesen war. Ein düsterer Alptraum in einer ewigen Nacht, in der keine Liebe existierte. Seit ein Ritter in schwarzer Rüstung mit seinem Drachen hierher gekommen war, und eine junge Dame, die immer weiße Kleider trug, aus ihrem bescheidenen Haus in einen unheimlichen Turm entführt hatte. Und er fortan die Dorfbewohner unter der Drohung, er würde ihr Schlimmes antun, dazu zwang, schwere Steine auf den Gipfel des Berges zu tragen und für ihn ein Schloss zu bauen. Als die Sonne dieses Unglück sah, verschwand sie. Sie würde erst wieder erscheinen, wenn die weiße Dame wieder im Dorf wäre. Die weiße Dame hatte eine sehr spezielle und außergewöhnliche Energie, die das Herz von allen, die sie gerade ansahen, mit Liebe überflutete. Aber leider schien der schwarze Ritter sich nicht für ihre Liebe aufmachen zu wollen. Stattdessen bestand seine einzige Reaktion auf ihre Blicke darin, einen Feuerfunken aus dem Spion seines Helmes zu schießen. Das alarmierte den weißen Ritter. Er war wegen seiner wunderschönen Rüstung, die immer glänzte und in tausenden Farben prachtvoll schimmerte, bekannt – und auch, weil auf dem Rücken seines weißen Pferdes ein riesiger weißer Hahn saß. Der weiße Ritter, er war gut, er wollte helfen und machte sich auf in das Dorf." [...]

Wie das Märchen weitergeht, lesen Sie im aktuellen NEWS im Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

Übrigens: Hat Estibaliz nicht selbst beantragt, in ein spanisches Gefängnis verlegt zu werden. Also braucht man ihr das nicht auch noch anzulasten. Ihre Mutter wird das wahrscheinlich selbst bezahlen. So mancher Kommentator erhebt sich, um auf Esti herabzuschauen, nur wird er kaum was sehen, weil er viel tiefer steht als sie.

Also mir graut, wenn ich mir diese absolut blöden Kommentare durchlese. Blöder geht's nimmer

hi news team-wer bezahlt eigentlich die besuche der oma und des kindes? wieso wird die frau nicht in ein spanisches gefängnis verlegt? der kleine ist wohl österreicher-bekommt er kinderbeihilfe,sozialhilfe oder sonstiges? oder wird er wie es sein sollte in spanien nach normal geltendem einwanderer gesetz behandelt? die renten der eltern können niemals für da ganze hin und her ausreichen...

Dieser Person immer noch so viel Aufmerksamkeit zu geben, finde ich auch übel.
Ebenso übel sind postings von Freidenker und Peter Grolig.

Bei der wäre besser gewesen die hätte ne Verurteilung nach Texanischen Recht bekommen nicht nach dem lauen Österreichischen. Auge um Auge, zahn um Zahn.

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Es ist die übelste Form von "Journalismus", dass man dieser Person auch noch eine Plattform bietet sich zu präsentieren und dies durch das Veröffentlichen dieses "Märchens" nochmals unterstützt. Hat der Prozess und die in diesem dargelegten Fakten die Leser von NEWS.AT noch nicht genug geschockt.
Wir werden eines Tages noch an unserer eigenen Dummheit ersticken.

günza melden

Da kann ich nichts hinzufügen. Genau so ist es leider. Die Auflage zählt und die Leute kaufen sich das dann auch noch.

EnricoWurstinger melden

In 10 Jahren kommt sie aus dem Gefängnis als Millionärin dank der Medien die diesen Quatsch veröffentlichen.

Freidenker melden

und wahrscheinlich auch als VIP-Gast zum Opernball....

wäre ja nichts neues - siehe Jack Unterweger - der Häfn-Poet ;)

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ich glaub, mir wird übel!!!!

nein, mir ist schon übel, wenn ich an die begangenen greueltaten denke!

Christel Berger
Christel Berger melden

Und solche Gruselgeschichten schreibt sie für ihren Sohn??? Pfui Teufel, was soll aus dem armen Kind werden, wenn für ihn solche Geschichten geschrieben werden???

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Allein die Gruselgeschichten, die tagtäglich in den Medien stehen geben mir bald den Rest.
Was soll das ?

Freidenker melden

Da wird sie im Häfn noch zum Star gemacht. Vl. kommt sie raus und bekommt einen Vertrag? Scheinbar ist wirklich nichts mehr normal auf dieser kranken Welt. Die Häfinger werden berühmt, bekommen unter anderem Modelverträge, könnten sich weiterbilden, Geld sparen (ja, 50% des verdienten Geldes bekommt man nach seinem Aufenthalt ausbezahlt). Fast schon besser als ein Bausparer...

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Ja, so sehe ich es auch.
Wir müssen anfangen, uns an den Gedanken der Guillotine oder des Galgens wieder zu gewöhnen. Die Garotte wäre auch noch eine Möglichkeit.
Die Strafmaße, die zur Zeit verhängt werden sind zu human. Das wird uns noch eines Tages das Kreuz brechen.

Freidenker melden

Ja, völlig korrekt. Ein Häfnaufenthalt sollte möglichst abschreckend sein und nicht wie ein Urlaubsaufenthalt inkl. Fitnesscenter und Taschengeld erscheinen. Aber wir mit unserem blöden Humanismus... Nur ein Wolf kann einen Wolf fangen. Also Auge um Auge... Wir werden es nie lernen!

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