Eishockey-WM in Deutschland: Norwegen bekommt den Zorn Kanadas zu spüren

Olympiasieger feiert nach Pleite Schützenfest Dänemark fegt die Slowakei mit 6:0 vom Eis

Eishockey-WM in Deutschland: Norwegen bekommt den Zorn Kanadas zu spüren

Eishockey-Olympiasieger Kanada hat durch ein 12:1-Schützenfest gegen Norwegen bei der WM wieder in die Spur gefunden. Der 24-fache Weltmeister rehabilitierte sich zum Auftakt der Zwischenrunde für das bittere 1:4 gegen die Schweiz. Allein John Tavares von den New York Islanders erzielte vor nur 2.670 Zuschauern drei Tore (37./46./50.) zum ersten zweistelligen WM-Sieg seit zwei Jahren. Dänemark steht vor dem Viertelfinal-Einzug, die Skandinavier fegten in Köln die Slowakei mit 6:0 vom Eis.

Kanada hat nun vor dem Gipfel mit dem achtfachen Titelträger Schweden am Sonntag (20.15 Uhr) sechs Zähler auf dem Konto. Norwegen muss zuvor gegen Lettland (16.15 Uhr) punkten, um sich eine Chance auf das Viertelfinale zu erhalten. Dabei müssen die Skandinavier allerdings auf ihren Kapitän Tommy Jakobsen verzichten, der eine Matchstrafe kassierte.

Die zunächst schwerfälligen Kanadier zeigten einmal mehr, dass sie in Überzahl kaum zu stoppen sind. Dabei gerieten die NHL-Stars durch Jonas Holos (2.) früh in Rückstand. Erst im zweiten Drittel kam Kanada auf Touren. Fünf Tore gegen überforderte Norweger fielen innerhalb von nur 198 Sekunden. Tavares (37.), Rich Peverley (38.), Steve Downie (39.), Ray Whitney und Evander Kane (beide 40.) trafen. Zuvor hatten bereits Kane (14.), Corey Perry (24.) und Marc Giordano (34.) das Spiel gedreht. Auch der erst vor dem Spiel erstmals nominierte Jungstar Jordan Eberle (41.) und Matt Duchene (51.) trafen.

Norwegen musste ohne den bisher starken Torhüter Pal Grotnes und Stürmer Martin Laumann Ylven auskommen. Laumann Ylven hatte beim 5:1 am Donnerstag eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken seines Gegenspielers erhalten, Grotnes eine Matchstrafe nach einer Rauferei. Laumann Ylven wurde mit einer Zwei-Spiel-Sperre belegt und muss wie Jakobsen auch gegen Lettland noch zuschauen. Grotnes darf dann jedoch wieder mitspielen.

Paukenschlag durch Dänemark
Für einen Paukenschlag sorgte Dänemark, mit nun sechs Punkten hat das Team von Trainer Per Bäckman vor den verbleibenden Partien gegen Russland und Weißrussland das Weiterkommen fest im Visier. Vor 4.442 Zuschauern erwischten die Dänen, die zuvor schon Finnland und die USA düpiert hatten, den Weltmeister von 2002 eiskalt. Die ersten drei Torschüsse saßen, nach nur 4:40 Minuten tauschte Slowaken-Coach Glen Hanlon den glücklosen Torwart Peter Budaj aus. NHL-Star Peter Regin (2.), Philip Larsen und Mads Christensen (beide 5.) schossen den Weltranglisten-13. auf die Siegerstraße.

Auch der eingewechselte Rastislav Stana hatte im slowakischen Tor nicht mehr Glück als sein Vorgänger. Morten Madsen (11.), Morten Green (13.) und Stefan Lassen (14.) machten noch im ersten Drittel das halbe Dutzend voll. Vor sechs Jahren hatten die Slowaken den zuvor einzigen WM-Vergleich noch 8:0 für sich entschieden.

(apa/red)