Eishockey-WM 2012 von

Russland rüstet auf

Owetschkin und Sjomin stoßen zum Team und machen den Favoriten noch stärker

Eishockey-WM 2012 - Russland rüstet auf © Bild: Reuters/Josek

Mit zwei neu akquirierten Superstars wollen Russlands Eishockey-Cracks ihren WM-Siegeszug auch in der K.o.-Runde fortsetzen. Der Titelfavorit spielt am Donnerstag im Viertelfinale gegen Norwegen und kann dabei erstmals auf Alexander Owetschkin und Alexander Sjomin zurückgreifen, die nach dem Playoff-Aus in der NHL nachnominiert wurden. "Es gibt viele gute Mannschaften hier, da kann man nicht sagen, dass wir Gold holen. Aber wir sind für Siege hier", meinte Owetschkin nach seiner Ankunft in Stockholm.

"Sie werden uns noch weiterbringen", verkündete Pawel Dazjuk von den Detroit Red Wings, der mit dem Duo aus Washington eine Sturmreihe bilden könnte. Auf dem Weg der "Sbornaja" zum 26. Weltmeistertitel sollen die Norweger nur eine Zwischenstation sein. "Natürlich sind wir gekommen, um zu gewinnen", unterstrich Topscorer Jewgeni Malkin, der das Team mit sieben Toren und sieben Vorlagen bisher unbeschadet durch das Turnier in Stockholm geschossen hat.

Nicht zuletzt die 7:3-Gala gegen Gastgeber Schweden hat Russland zum ersten Titel-Anwärter gemacht. Nach den Erfolgen 2008 und 2009 mussten Owetschkin und Co. in den beiden vergangenen Jahren der Konkurrenz aus Tschechien und Finnland beim Jubeln zusehen.

Auch Kanada ist heiß
Co-Favorit Kanada, der wie die Russen seine Gruppe souverän gewonnen hat, will sich für die jüngsten Auftritte bei den WM-Turnieren 2010 und 2011 revanchieren, als jeweils im Viertelfinale das Aus kam. "Wenn wir rausgehen und unser Soll abliefern, wird das schon gut gehen", verkündete NHL-Profi Corey Perry vor der Partie gegen die Slowakei. Der beste Torjäger der jungen Auswahl, Jorden Eberle, wählte deutlichere Worte: "Wir müssen das nächste Level erreichen. Das ist eine Friss-oder-Stirb-Situation."

Für die finnischen Gastgeber geht es ebenfalls um Wiedergutmachung nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gegen Kanada (3:5) und die USA (0:5). Ein erster Schritt gelang schon mit dem 4:1 gegen Kasachstan, in der Runde der besten acht Teams heißt der Gegner wieder USA. Das abschließende Viertelfinale bestreiten Schweden und Tschechien.