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Vienna Capitals bleiben nach
Zittersieg an der EBEL-Spitze

Wiener haben mit Schlusslicht Ljubljana große Mühe - Salzburg fertigt den KAC ab

Capitals gegen Ljubljana © Bild: GEPA pictures/ Milan Tomazin

Red Bull Salzburg hat am Sonntag in der letzten Runde vor der elftägigen Nationalteampause den EBEL-Schlager gegen den KAC klar mit 4:0 gewonnen. Tabellenführer Vienna Capitals setzte sich in der 16. Runde bei Schlusslicht Ljubljana mit Mühe 2:1 durch und führt weiter drei Punkte vor dem Liga-Titelverteidiger. Villach schlug Linz 5:4 n.V., Graz fertigte Südtirol mit 6:1 ab, Dornbirn ging in Znojmo 3:8 unter.

In Salzburg stand am Ende zwar ein klarer 4:0-Sieg zu Buche, Matchwinner für die Gastgeber war aber der finnische Weltmeister-Keeper (2011) Niko Hovinen, der 27 Schüsse parierte und den Unterschied ausmachte. Die Klagenfurter zeigten Moral und kämpften auch bei 0:2 noch stark zurück, bissen sich aber am Salzburg-Tormann die Zähne aus. Nach dem 3:0 für die Hausherren, für die nun in der Liga-Pause das CHL-Achtelfinale gegen Luleaa ansteht, war die Entscheidung aber gefallen.

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© GEPA pictures/ Felix Roittner Salzburg tankte für Luleaa Selbstvertrauen

Die Vienna Capitals taten sich im Match Erster gegen Letzten beim von Verletzungssorgen geplagten Nachzügler Ljubljana extrem schwer. Nach starkem Beginn und 2:0-Führung riss der Faden und im Schlussdrittel, in dem die Caps durch einige Undiszipliniertheiten viele Strafen ausfassten und sogar eine 3:5-Phase zu überstehen hatten, bewahrte nur Keeper David Kickert die favorisierten Gäste aus Österreich vor Ungemach. "Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. So dürfen wir am Dienstag nicht antreten", sagte Caps-Coach Tom Pokel vor dem CHL-Gipfel gegen Oulu.

"Kracher" VSV gegen Linz

Der "Kracher" des Abends stieg in Villach. Linz startete extrem aggressiv und ging nach zwei Stangenschüssen verdient mit 2:0 in Führung. Für Aufregung sorgte im Startdrittel ein Zusammenstoß von Unterluggauer und dem Linzer Matthias Iberer, nach dem Iberer mit dem Kopf voran in die Bande schlitterte und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Zuschauer waren über die Spieldauer-Strafe gegen Unterluggauer aber erbost.

Danach brachten sich die an sich besseren Linzer durch viele Strafen um ihre Vorteile, der VSV hingegen drehte die Partie bis zu einer 3:2-Führung völlig. Das Schlussdrittel brachte einen offenen Schlagabtausch. Nachdem Kozek in der Klasse-Partie der 3:3-Ausgleich für die Gäste gelungen war, brachte Marco Pewal die Villacher mit seinem Tor zum 4:3 erneut in Front, Ulmer glich aber zum 4:4 aus. In der Overtime lenkte Mark Santorelli (65.) einen Jarrett-Schuss zum dritten Heimsieg in Folge ab während Linz Villach zum fünften Mal in Folge als Verlierer verließ.

Philipp Lukas und Mario Altmann verletzt

Die Black Wings verloren zudem neben Iberer auch Philipp Lukas mit einer Hüftverletzung. Am schlimmsten erwischte es Matthias Iberer, der bei einem unglücklichen Sturz an die Bande eine schwere Gehirnerschütterung erlitt. Wegen einer etwas leichteren derartigen Blessur musste auch Fabio Hofer den Einsatz mit dem Nationalteam absagen.

Zudem zog sich Kapitän Philipp Lukas einen Seitenbandeinriss im Knie zu. Wann er wieder einsatzfähig sein wird, ist vorerst offen. Bei Iberer steht ein Comeback-Termin derzeit in den Sternen. "Er hatte an gestern und vorgestern überhaupt keine Erinnerungen mehr", sagte Christian Perthaler in einer Clubaussendung vom Montag. "Es geht ihm besser, aber es ist völlig unklar, wann er wieder zurückkehren kann." Weitere neurologische Untersuchungen sind geplant. Beim VSV beendete Mario Altmann die Partie mit einem Fingerbruch.

In Graz revanchierten sich die 99ers für die 0:1-Niederlage im ersten Saisonduell mit Meister HCB Südtirol mit einem klaren und verdienten 6:1-Sieg. Dornbirn ging in Znojmo mit 3:8 unter, Fehervar hatte schon am Samstag in Innsbruck mit 3:1 gewonnen.

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