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Österreich bei B-WM aufgestiegen

ÖEHV-Team trotz Niederlage gegen Slowenien ab 2015 wieder in höchster Klasse

Österreich bei der Eishockey B-WM © Bild: GEPA pictures/Daniel Goetzhaber

Österreichs Eishockey-Nationalteam hat am Samstag bei der WM der Division 1A in Goyang/Südkorea das abschließende Spiel gegen Slowenien mit 1:3 (0:0,1:1,0:2) verloren und die B-WM damit hinter Slowenien auf dem zweiten Platz beendet. Der Wiederaufstieg des ÖEHV-Teams war aber bereits vor dem Match festgestanden, da die Japaner den Ungarn nach Penaltyschießen 4:5 unterlegen waren.

Österreich ist damit zum fünften Mal in Folge nach einem Abstieg der sofortige Wiederaufstieg gelungen. Seit dem Abstieg bei der Heim-WM 2005 in Wien und Innsbruck ist die Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften eine "Aufzugsmannschaft", bei der sich Auf- und Abstieg abwechselten. Die WM 2015 wird von 1. bis 17. Mai in Prag und Ostrau gespielt.

Viveiros: "Es ist einfach unglaublich"

"Es ist einfach unglaublich. Diese junge Mannschaft hat in den letzten Wochen so hart gearbeitet und sich diesen Aufstieg wirklich verdient. Diese Leistung ist einfach großartig. Ich würde das beinahe mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele vergleichen", hatte Teamchef Emanuel Viveiros schon vor der abschließenden Partie gesagt. Österreich führte vor dem punktegleichem Japan mit zehn Zählern die Tabelle an, Slowenien lag einen Punkt dahinter, kämpfte noch um den Aufstieg und benötigte dafür einen Sieg.

Doch die Slowenen erweckten anfangs überhaupt nicht den Eindruck, dass sie an diesem Tag unbedingt gewinnen wollten. Die Österreicher waren tonangebend auf dem Eis, wirkten spritziger und aggressiver - Tore fielen zunächst aber nicht. Und entgegen dem Spielverlauf waren es die Slowenen, die in der 34. Minute dank eines Treffer von Jan Urbas mit 1:0 in Führung gingen. Dem Tor war allerdings ein Scheibenverlust des ÖEHV-Teams vorausgegangen, der ganz klar in die Kategorie "Geschenk" fiel.

Keine Schützenhilfe für die Japaner

Aber nur knapp zwei Minuten später machte aus der dritten Linie Benjamin Petrik für Österreich alles wieder gut, der VSV-Angreifer knallte den Puck aus größerer Distanz erfolgbringend durch Freund und Feind hindurch aufs Tor (36.) von Luca Gracnar. Mit den Österreichern jubelten auch die auf der Tribüne sitzenden Japaner, die auf Schützenhilfe des rot-weiß-roten Teams hofften.

Im Schlussabschnitt war es wieder Jan Urbas, der die Slowenen erneut in Führung brachte (49.). Die Österreicher, bei denen Viveiros auch die jüngeren Linien mit viel Eiszeit bedachte, drängten infolge auf den Ausgleich, ließen aber auch das dritte Powerplay dieser Partie ungenützt. Nachdem Miha Stebih mit seinem Treffer zum 3:1 (59.) nach Vorarbeit von Matchwinner Urbas alles klargemacht hatte, nahm Viveiros noch Tormann Bernhard Starkbaum heraus, ein Slowene saß auf der Strafbank, die 6:4-Überzahl wurde aber nicht mehr genützt.

Thomas Koch spielte mit 10 Assists eine hervorragende WM, Brian Lebler hat in vier Spielen zumindest ein Tor geschossen und ging nur gegen Slowenen leer aus. Erstmals blieb übrigens die Einserlinie in Südkorea ohne Scorerpunkt.

Revanche für Olympia-Niederlage nicht geglückt

Den Österreichern ist damit die Revanche für die Niederlage im Qualifikationsspiel für das olympische Viertelfinale nicht geglückt. Damals hatten davor aber sieben österreichische Spieler zwei Tage vor der Partie bis spät in die Nacht gefeiert. Die Folgen der Eskapade waren einige Team-Rücktritte, weshalb Teamchef Viveiros mit einer verjüngten Mannschaft und zehn WM-Neulingen nach Südkorea geflogen war. Die Niederlage ist aber verschmerzbar, war sie doch die erste nach vier Siegen und stand der Aufstieg bereits fest.

"Es war eine Partie auf einem gutes Niveau. Wir wollten ein gutes Spiel haben. Aber klar, der Druck, dass man gewinnen muss, war nicht da, dennoch wollte jeder Punkte haben", sagte Viveiros, dessen Zukunft als Teamchef offen ist, der aber bleiben will. Die Arbeit mit der Mannschaft mache ihm riesigen Spaß. "Ich bin stolz auf diese Mannschaft, es war sehr positiv und sehr gut mit diesen jungen Spielern zu arbeiten. Da kam jeden Tag Freude auf, darauf müssen wir aufbauen", sagte er.

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