Tiere von

Helfen Sie überleben!

Umweltschutz ist auch Tierschutz

Tiere - Helfen Sie überleben! © Bild: News/Ian Ehm

In diesen Tagen erreichte ein Video Millionen Menschen: ein auf Fell und Knochen abgemagerter Eisbär, der über eine apere Wiese taumelt und in einer rostigen Tonne nach Verzehrbarem fahndet. Der Fotograf Paul Nicklen hat das beklagenswerte Tier auf den kanadischen Baffin Islands aufgenommen und das Video auf Instagram veröffentlicht. „So sieht der Hungertod aus“, kommentierte Nicklen seinen Kurzfilm und fügt hinzu: „Unser Team von Sea Legacy (Organisation zum Schutz der Weltmeere) kämpfte mit den Tränen, während wir den Tod dieses Eisbären dokumentierten.“ Ein Einzelfall ist das leider nicht.

Sein Tod ist vielmehr ein Symbol für den Zustand seiner Spezies und unseres Planeten. Denn das Reich des „Königs der Arktis“ schwindet. Erderwärmung und Klimawandel bringen das Packeis zum Schmelzen. Das verringert den Lebensraum der anmutigen weißen Giganten. „Seit Jahren setzt sich Greenpeace für Schutzgebiete in der Arktis ein, wo Ölbohrungen und industrielle Fischerei verboten sind“, sagt Lukas Meus von Greenpeace Österreich. Aber nicht nur Umweltschutzorganisationen, wir alle können den letzten 20.000 Eisbären und anderen gefährdeten Arten helfen, zu überleben. Auch wenn wir fern von ihnen leben und gering erscheint, was wir tun. Das am besten sofort: Bereits bei den Weihnachtseinkäufen ist richtiges Handeln gefordert.

© iStockphoto.com/vladsilver Eisbären: Schützen wir die Könige der Arktis!

Der Verzicht auf Plastik ist nicht genug. Auch beim Weihnachtsbaum ist die richtige Wahl entscheidend. Importierte dänische Tannen und konventionell gezogene Nadelbäume sind meist mit Pestiziden wie Glyphosat behandelt. Das Pestizid zerstört nicht nur das ökologische Gleichgewicht, sondern bleibt auch nach dem Fällen in den Nadeln erhalten. Wenn Sie kein Gift an Ihrem Gabentisch wollen, wählen Sie eine österreichische Biotanne, empfiehlt Lukas Meus.

Auch beim Weihnachtsmenü kann jeder seinen Beitrag leisten, ohne auf das Festmahl verzichten zu müssen. Georg Scattolin von der Tierschutzorganisation WWF (World Wildlife Found) empfiehlt Karpfen, aber auch andere Fische aus österreichischer Bio-Aquakultur. Das garantiert Qualität und unterstützt das Leerfischen der Weltmeere nicht. Wer direkt helfen will, kann dies mit der Übernahme einer Patenschaft für einen Eisbären oder eine andere gefährdete Tierart beim WWF tun. Eine Patenschaft ist auch ein ideales Geschenk für Tierfreunde.

Die Zeit, zu helfen, ist jetzt.

Informationen unter:
www.greenpeace.org,
www.wwf.at

Was meinen Sie? Schreiben Sie mir bitte: zobl.susanne@news.at