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dayli-Angestellte wollen Millionen

AK lobt Zusammenarbeit mit Masseverwalter - "Asstet Deal" wird noch dauern

dayli-Filiale und ein Parken-Ende Schild. © Bild: APA/RUBRA

Die Auszahlung der ausstehenden Gehälter der dayli-Mitarbeiterinnen rückt näher. Die Arbeiterkammer hat heute beim Landesgericht Linz die Forderungen der 3.466 Beschäftigten in der Höhe von 5,81 Mio. Euro angemeldet. Darin enthalten sind die ausstehenden Juni-Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgelder sowie Nachzahlungen, so Herbert Schnetzinger, Insolvenzexperte der Arbeiterkammer Linz, zur APA. Er rechne in frühestens zwei Wochen mit der Auszahlung an die dayli-Beschäftigten durch den staatlichen Insolvenzentgeltfonds (IEF).


Die dayli-Insolvenzverwaltung habe diese Forderungen bereits geprüft und zur Auszahlung durch den Fonds freigegeben, teilte Masseverwalter Rudolf Mitterlehner am Dienstag in einer Aussendung mit. Die Arbeiterkammer lobt die "gute und enge Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwaltung". "Während unsere Experten alle nötigen Dokumente zusammengetragen und die Anmeldungsforderung erstellt haben, hat der Masseverwalter bereits zu prüfen begonnen", so AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Die durch die Beendigung der Dienstverhältnisse entstehenden Ansprüche auf Kündigungsentschädigung, Urlaubsentschädigung und Abfertigung würden in den nächsten Wochen abgerechnet, und ebenfalls von der Arbeiterkammer beim Landesgericht Linz und beim Insolvenzentgeltsicherungsfonds angemeldet.


Keine neuen Nachrichten gibt es zu einem vom Masseverwalter anvisierten "Asset-Deal", bei dem Investoren Teile des dayli-Betriebs aus der Konkursmasse herauskaufen. "Zu den Verkaufsverhandlungen möchte ich derzeit aus taktischen Gründen keinerlei Angaben machen - weder zur Anzahl der Interessenten noch zu ihren Hintergründen", so Insolvenzverwalter Rudolf Mitterlehner laut Aussendung. Zu hohe Erwartungen will Mitterlehner aber dämpfen: "Wir bemühen uns, das Unternehmen ganz oder in Teilen zu verkaufen und damit Arbeitsplätze zu erhalten, die Verhandlungen werden aber realistischer Weise doch einige Zeit dauern und ich weiß auch nicht, ob der Verkauf wirklich gelingt."

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