Eins, zwei, drei– Hilfe Polizei!

Eins, zwei, drei– Hilfe Polizei!

Polizei-Affäre. Korruption, Geschenke, Intervention: Wie aus dem Fall Horngacher ein Polizeiskandal wird. Die Fakten.

Dienstag dieser Woche trafen sich in einer Wiener City-Wohnung mehrere honorige Herren der Wiener Gesellschaft zu einer Krisensitzung der besonderen Art. Titel: „Außerordentliche Vorstandssitzung des Vereins der Freunde der Wiener Polizei“. Mit dabei: Adolf Wala, Präsident und ehemals Chef der Nationalbank, Adolf Krchov, Vereinskassier, sowie Heinz Gehl, Ex-Bank-Austria-Vorstand und ebenfalls „Polizeifreund“. Einziger Tagesordnungspunkt: „Schadensbegrenzung“. Wie auch immer.
Der Grund dafür steckt in der Aktenlage der polizeiinternen Prüfer von der BIA (Büro für interne Angelegenheiten), die im Zuge des Verfahrens gegen den suspendierten Polizeigeneral Horngacher auf ein mysteriöses Geflecht aus „Freunden“ von Wirtschaft und Polizei gestoßen sind, das jedenfalls, so ein Ermittler, „zumindest überprüfungswürdig“ sei.

Noch ist die Faktenlage relativ dünn, aber allein die Aussagen der „grauen Eminenz“ Adolf Krchov im Horngacher-Prozess lassen einen Rattenschwanz an Fragen offen.

Wie sich die „Freunde“ des seit 1974 bestehenden Vereins gegenseitig geholfen haben sollen, geht jetzt aus den NEWS vorliegenden Akten zur Causa hervor:
• Geschenkgutscheine: Die von der Bawag über Krchov an Horngacher ausgefolgten Ruefa-Reisegutscheine sind kein Einzelfall. In der Kategorie „Sachzuwendungen“ findet sich im Akt eine penibel geführte Liste über Geschenkgutscheine, die direkt aus der Bawag-Generaldirektion kamen: Einkaufsbons für die Firmen „Cosmos“, „Stiefelkönig“, aber auch Barzuwendungen ohne Verwendungszweck. Auffällig: In den Jahren 2000 bis 2004, großteils unter Elsners Regentschaft, sind Horngacher und Krchov als Einzige regelmäßig beschenkt worden.

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