Einkommen von

Haushalte mit mehr Geld

OeNB widerspricht USB-Studie - seit Euro-Einführung kein Reallohnverlust für Haushalte

Einkommen - Haushalte mit mehr Geld © Bild: APA/Fohringer

Die Oesterreichische Nationalbank widerspricht der vergangenen Woche publizierten UBS-Analyse und erklärt, dass die heimischen Haushalte zwischen 2000 und 2010 gar keine Reallohnverluste erleiden hätten müssen. Tatsächlich sei die Summe des inflationsbereinigten verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte in Österreich um 12,2 Prozent gestiegen.

Das sei Folge der relativ geringen Teuerung bei den Verbraucherpreisen (HVPI). Die UBS-Darstellung weise aber für alle Einkommensgruppen "eine teils erhebliche negative Realeinkommensentwicklung aus, was mit der Gesamtentwicklung der realen verfügbaren Einkommen in Österreich offensichtlich logisch nicht vereinbar ist - und auf schwere methodische Mängel in der UBS-Analyse hinweist".

Auch das von UBS behauptete, "im Prinzip zutreffende" höhere Gewicht der Preissteigerungen für Nahrungsmittel und Energie bei niedrigeren Einkommen "kann die von der UBS berechnete ungünstige Position Österreichs im internationalen Vergleich nicht erklären".

Schwache Reallohnentwicklung
Die relativ schwache Reallohnentwicklung habe mitgeholfen, im Export Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und das Beschäftigungsniveau hoch zu halten, schreibt die OeNB. "Nicht ohne ökonomischen Grund befinden sich Länder mit einem historisch deutlich stärkeren Anstieg der Lohnstückkosten heute in erheblichen makroökonomischen Schwierigkeiten."

UBS war in ihrer Studie zum Ergebnis von durchgängigen Reallohnverlusten zwischen 2000 und 2010 gelangt - in den unteren Einkommensschichten am höchsten. Die Bank Austria ging auch von Reallohnverlusten aus, aber deutlich geringeren als den von der UBS errechneten.

Kommentare

vardka013@hotmail.com melden

ÖNB vs UBS jetzt bin ich aber gespannt wer das wieder für unseriös hält und wieder den Euro verdammt.

Die UBS (eine schweizer Großbank, welche spekuliert und steuerflüchtlingen hilft) ist ja eine viel seriösere quelle.

Aber das will ja keiner hören. Man braucht ja einen Südenbock, wenn es nicht so läuft wie man es sich vorstellt...man selber kann ja nicht schuld sein.

brezi77 melden

Re: ÖNB vs UBS Wenn man alle Einkommensschichten in einen Topf wirft mag es vielleicht stimmen, dass es keinen Reallohnverlust gab. Betrachtet man jede Schicht für sich, glaube ich der UBS-Statistik mehr als der von der ÖNB. Jeder der mit offenen Augen durch die Welt geht und seine Finanzen im Griff hat und auch ab und an mal kontrolliert, merkt das es weniger wurde. Am stärksten trifft es wie immer die unteren Einkommensschichten, der Mittelstand ist leicht im Minus und über die oberen paar Prozente der Einkommensstärksten brauchen wir eh nicht reden.
Ich bin nicht kategorisch gegen den Euro, nur kam das Ding mind. 50 Jahre zu früh. Europa ist noch nicht soweit, bzw. die einzelnen Volkswirtschaften.

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Re: ÖNB vs UBS 1) die UBS sagt, dass es bei allen Schichten der Fall ist...somit wiedersprechen SIe dieser studie und picken nur das heraus wo sie subjektiv zustimmen..so kann man keine seriösen diskussionen führen

2) Es fehlt mir der beweis, dass es die gesamte Schicht trifft...nur weil manche "ärmer" wurden ist das kein beweis...vlt ist es selbstverschuldet...immerhin hat jeder depp ein iphone und die auto-neuanmeldungen steigen auch jährlich

3) es leben seit der Euro EInführung fast 1 Mrd menschen mehr auf unseren planeten und die ansprüche steigen weltweit. Das es da zu knappheit bei lebensmittel und öl kommt ist da wohl kaum ein wunder und nicht den euro zurechenbar. Andere produkte, wie technik, telefonie und autos wurden viel billiger...aber das wird ignoriert weil es nicht täglich gekauft wird

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Re: ÖNB vs UBS @vardka: das erzählen sie mal den vielen Menschen die in den letzten Jahren zur Schicht der Armen in diesem Land kam und sich ihre Lebensmittel im Vinzi Markt oder sonstigen Sozialeinrichtungen besorgen müssen. Und die haben sicher kein Iphone im Hosensack. Neben Reallohnverlust scheint auch ein gewisser Realitätsverlust bei der OENB zu herrschen.

vardka013@hotmail.com melden

Re: ÖNB vs UBS 1) ich hab nicht gesagt, dass es bei niemanden der fall sein kann oder nicht der fall ist...aber hier kann man noch nicht von der gesamten schicht reden

2) Sie haben Ihre Meinung und richten sich alles nach dem aus...wenn die UBS das geschrieben hätte würden Sie diese als geldgeile Großbank abstempeln

3) Was mit denen denen es jetzt besser geht?...Die gibts ja auch...aber das nehmen sie in ihre subjektive "berechnung" nicht auf

4) es gibt und gab immer besonders schwere fälle...und diese zu unterstützden/mehr zu unterstützen würde ich sehr gut heißen...Aber diese wild umgreifende armut wie sie tun gibt es einfach nicht in österreich

Es gibt immer "gewinne"r und "verlierer" (mit oder ohne euro)...nur "verlierer" geben das ungerne zu und passen ihren lebenstandard nicht an...

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