Einkaufen am 8. Dezember von

Maue Ausbeute

Advent-Samstage bringen dem Handel mehr Umsätze als der Marienfeiertag

Einkaufen am 8. Dezember - Maue Ausbeute © Bild: APA

76,1% der NEWS.AT-User meinten in einer Umfrage, sie würden am 8. Dezember aufs Shoppen verzichten. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Meldungen so mancher Einkaufsgebiete. In Oberösterreich, Steiermark und Salzburg vermeldete man keine gewaltigen Umsätze durch den offen gehaltenen Feiertag. Erwartungsgemäß profitierten vor allen Dingen die großen Einkaufszentren und Shoppingmeilen.

Während in Brüssel die entscheidenden Stunden des Euro angebrochen sind, lassen sich die Österreicher die Kauflaune nicht verderben. Quer durch das Bundesgebiet zeigten sich die Händler relativ zufrieden, Jubelstimmung kam aber selten auf.

Nicht nur glückliche Händler
In Oberösterreich begann der 8. Dezember eher ruhig. Es wird von Umsätzen wie an einem durchschnittlichen Einkaufstag unter der Woche ausgegangen. In der Steiermark erwartet der Handel vom heutigen Tag mit Stand später Nachmittag stagnierenden bis leicht fallenden Umsatz. Kritisch äußerten sich die Salzburger Händler. "An die Ergebnisse eines langen Einkaufssamstages im Advent kommen wir nicht mehr heran", bilanzierte Johann Peter Höflmaier, Geschäftsführer der Sparte Handel in der Salzburger Wirtschaftskammer. Dieser Trend sei schon seit Jahren festzustellen.

Auch in Kärnten hielt sich die Freude in Grenzen. Die Klagenfurter Innenstadt zeigte sich zwar - vor allem dank Slowenen und Italienern - gut besucht. Volle Einkaufssackerln in den Händen der Flanierer waren aber weniger zu sehen. Abseits der City Arkaden, dem größten Einkaufszentrum der Landeshauptstadt, und den wichtigsten Einkaufsstraßen waren auch geschlossene Geschäfte zu finden.

Besser war die Laune in Tirol. Bei strahlend blauem Himmel und verschneiten Bergen tummelten sich die Tiroler in den Einkaufszentren. Im größten Einkaufszentrum, dem DEZ im Süden Innsbrucks, waren die Parkplätze am Nachmittag beinahe zur Gänze ausgelastet. Besonders groß war das Interesse bei Besuchern aus Südtirol und dem süddeutschen Raum. Auch im sonnigen Vorarlberg war der Andrang groß. "Es ist überall sehr belebt und die Geschäfte sind ganz zufrieden", freute sich etwa Rainer Troy von der Wirtschaftsgemeinschaft (WIGEM) Bregenz.

"Keine Spur von einer Euro-Krise"
Aus dem Burgenland hieß es: "Nachdem Freitag und Samstag noch zwei volle Einkaufstage sind, haben die Leute den 8. Dezember noch nicht so intensiv genutzt." Vor allem der Luxussektor habe sich jedoch gut entwickelt. In Niederösterreich verlautete das Shopping City Süd (SCS), man merke "keine Spur von einer Euro-Krise". Die Wiener zog es bevorzugt in die Einkaufszentren. Besonders gefragt seien am Feiertag Elektro- und Bekleidungswaren gewesen, so die Wirtschaftskammer.